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24.12.14 – Hoch oben auf der Christus-Statue & ein langer Stadtspaziergang

Vor kurzem habe ich den schönen Satz gelesen: „Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan?“. Das lässt sich leicht beantworten: „Heute!“. Zum ersten Mal Weihnachten nicht zu Hause bei der Familie und in warmen Gefilden :-).

Um Weihnachten haben Sehenswürdigkeiten und Geschäfte bekanntlich nicht oder nicht all zu lange offen, daher machten wir uns schon frühzeitig auf den Weg zum Hafen, um mit der Fähre nach Almada überzusetzen. Denn dort steht weit oben auf einem riesigen Sockel eine große Christus-Statue und die wollen wir heute besuchen :-).

Los gings am Fährhafen Cais do Sodré. Ein paar Einheimische und nur ganz wenig Touristen waren mit an Board. Während der Überfahrt konnten wir auch endlich Lissabon vom Tejo aus betrachten.

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Nach knapp 8 Minuten erreichten wir die Gemeinde Cacilhas von Almada. Von der Anlegestelle am Hafen hat man eigentlich drei Möglichkeiten um zur Christus-Statue zu gelangen. Mit dem Bus, zu Fuß durch die Stadt oder zu Fuß am Wasser entlang zu einem Lift, um den Höhenunterschied der Felsen zu überwinden. Wir entschieden uns für den Lift.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir auch irgendwann den Lift und natürlich hatte er zu :-(. Aber nicht nur heute, sondern anscheinend schon eine ganze Weile. Na super, das Schild am Hafen glänzt allerdings wie neu und zeigt in diese Richtung. Zum Glück ist die Aussicht auf die Brücke und …

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… Lissabon ganz passabel. Allerdings dürfen wir jetzt den ganzen Weg noch einmal zurück laufen.IMG_9160

Von der Möglichkeit mit dem Bus wussten wir leider noch nicht, so dass wir uns zu Fuß auf den Weg durch die Stadt machten. So ein Km-Hinweis wäre ganz nett gewesen, zusätzlich kam auch noch hinzu, dass man an einer Kreuzung plötzlich 2 bis 3 unterschiedliche Möglichkeiten hatte um zur Statue zu gelangen *aaahhh*. So kann man auf der Karte oben den ziemlich verplanten Weg durch die Stadt nachvollziehen. Nach sage und schreibe 6,8km erreichten wir endlich die Statue und waren doch etwas entnervt ;-). Aber das legte sich zum Glück bald wieder, denn es war nicht viel los und so waren wir schnell ganz oben auf der Aussichtsplattform. IMG_9165

Die Aussicht ist wirklich toll, auch wenn heute wieder etwas Dunst über der Stadt lag. In Richtung Westen kann man noch die Seefahrer-Denkmäler in Belém erkennen und vor uns blickt man direkt auf die schöne Brücke des 25. Aprils und Lissabon :-).

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Ganz wichtig ;-), nicht den Blick nach oben zur Christus-Statue „Cristo Rei“ vergessen.IMG_9171

Hier schauen wir in Richtung Osten zur Anlegestelle der Fähre ganz vorne an der Landspitze.IMG_9179

IMG_9193Nach dem Aufenthalt oben bei der Statue in luftiger Höhe, genossen wir das sonnige Wetter und die tolle Aussicht am Rand der Klippen rund 113 Meter oberhalb des Tejo.

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Die Christus-Statue selbst ist 28 Meter hoch und steht auch einem 75 m hohen Sockel und ist damit die sechsthöchste Christus-Statue der Welt.

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Zurück zum Fähranleger ging es dann mit dem Bus :-). Um die Mittagszeit herum waren wir wieder in Lissabon und entschieden uns das Stadtviertel Bairro Alto näher anzuschauen.IMG_9227

Die Rua do Alcverim geht es vom Fähranleger steil bergauf. Vorbei an vielen kleinen Geschäften die mit schönen Fliesenbildern geschmückt sind. IMG_9229

Vor der Tour durch die Stadt legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp ein. Das kleine Mittagstief musste mit einem leckeren Pasteis de Nata von Manteigaria überwunden werden. Die tolle Bäckerei in der Rua do Loreto 2 haben wir bereits am ersten Tag entdeckt und seitdem waren wir auch jeden Tag hier, um bei einem Espresso ofenfrische Puddingtörtchen zu genießen. Ein Traum in gelb :-).

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Voller Energie starteten wir in den Nachmittag. Unweit von dem Café entfernt, befindet sich die Kleinste der drei Standseilbahnen Lissabons – Elevador da Bica. Sie erklimmt seit 1892 die steile Rua da Bica do Duarte Belo.

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Wir begleiteten die Bahn ein paar Meter auf ihrem steilen Weg und machten ein paar schöne Fotos.IMG_9247

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IMG_9255Nur einen Steinwurf entfernt, befindet sich am Miradouro Santa Catarina ein weiterer Aussichtspunkt der Stadt.

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Die steil abfallenden Straßen bieten immer wieder interessante Aussichten auf die bunt zusammengewürfelten Häuser :-).
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Einen Fliesentraum in grün kann man auf der Rua do Seculo bewundern.IMG_9275Am nördlichen Ende der Rua do Seculo befindet sich der kleine Park Jardim do Principe Real. Der Park existiert bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts und ist typisch für die Gartengestaltung der damaligen Zeit. Durch Handelskontakte nach Brasilien wurde die Gestaltung beeinflusst. So findet man hier Gehölze wie Jacarandas, Gummibäume oder auch Bananenstauden. Für diesen knorrigen alten schönen Baum wurde ein interessanten Stützkonstrukt errichtet. Im Sommer sicher ein beliebter Ort :-).

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Wer etwas Zeit mitbringt kann sich das unter dem Platz befindliche Wasserreservoir Patriarcal anschauen.

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Wir folgten vom Park aus der Rua Dom Pedro V Richtung Süden und erreichten nach wenigen Schritten die berühmte Aussichtsterrasse  Miradouro Sao Pedro de Alcantara mit dem schönen Blick auf die Burg und die Innenstadt von Lissabon.IMG_9292

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Wie es der Zufall so will, kamen wir kurz vor Sonnenuntergang mal wieder am Fahrstuhl Santa Justa vorbei. Die schöne Abendstimmung musste von diesem Aussichtspunkt auch noch einmal festgehalten werden :-). Also schnell das Tele auf die Kamera geschraubt und noch ein paar Fotos gemacht.

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Ein paar Momente später war die Sonne auch schon weg. Wir machten uns auf den Weg zum Hostel um etwas zu verschnaufen und die Beine hoch zu legen, denn heute Abend wollten wir auch noch einmal los. Auf dem Plan stand eine Tour durch Mouraria und hinauf nach Graca. Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir uns auf den Weg.

Mouraria ist das multiethnische Stadtviertel von Lissabon, welches von vielen Künstlern geprägt ist. Einen ersten Eindruck bekommen wir in der Beco das Farinhas, in der die Fotografin Camilla Watson mit dem Projekt Tribute die Bewohner der Strasse würdigt. An den Häusern findet man viele Fotografien von alten Menschen aus dieser Umgebung.

IMG_9348Auf verschlungenen Wegen durch viele enge Gassen kamen wir zur Beco do Castelo. Am oberen Ende der Treppenstufen hat ein brasilianischer Street-Art-Künstler mit einer exotischen Schönheit etwas Kontrast in die schlichten Gemäuer gebracht.

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Nach einer Weile biegen wir irgendwann direkt ins Herz von Mouraria ab, in die Rua João do Outeiro. Hier wurde in der Hausnummer 52 die berühmte Fado-Sängerin Argentina Santos geboren. Die gesamte Umgebung ist vom Fado geprägt. Das Viertel Mouraria gilt als Wiege der Fado-Kunst.
IMG_9366In der Rua da Guia liegt der Dorfplatz Parreirinha da Mouraria – er wurde erst kürzlich mit ein paar Pflanzen in großen Tonkübeln aufgehübscht ;-).

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Durch kleine und in der Dunkelheit etwas unheimlich Gassen stiefelten wir hinauf zum Miradouro da Graca. Von hier hat man nicht nur eine der schönsten Aussichten auf die Stadt, sondern auch den umfangreichsten Blick auf die schönen Gebäude und Bauwerke der Stadt. IMG_9375Wir packten das Stativ aus und machten es uns unter den Schirmpinien der Terrasse gemütlich. Die hell erleuchtete Kuppel im Hintergrund ist die Basilica da Estrela.

IMG_9381Unten im Bild sieht man links die beleuchtete Aussichtsplattform des Aufzugs Santa Justa mit der Karmeliterkirche. Dahinter erstrahlt die Brücke des 25. April.

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Direkt neben den Pinienbäumen sticht die weiße Kirche Nossa Senhora da Graca mit ihrem barocken Kirchturm ins Auge.

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Weiter geht es durch das stille Lissabon am heiligen Abend – außer den verrückten Touristen, ist keine Seele unterwegs. Wir schlendern die Rua da Voz do Operario hinunter und erblickten in einer angrenzenden Seitenstraße dieses lustige Motiv. Ein weiteres gelungenes Street-Art-Projekt :-).IMG_9395

Wir folgten den Schienen der Tram 28 und machten noch einen kurzen Abstecher zur Santo Estevao …

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… bis wir irgendwann wieder am Praca do Comercio ankamen.IMG_9413

Auf der Karte sieht unser kleiner Abendspaziergang dann so aus ;-). Etwas erschöpft, aber fasziniert von der mystischen stillen Stimmung eines Weihnachtsabends in so einer großen Stadt, fielen wir wenig später in die Federn :-).

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Gefüllte Putenrouladen auf buntem Sommergemüse

Heute gibt es ein Update des ersten Rezeptes, dass ich Ende 2008 auf diesem Blog veröffentlich hatte – mit neuen bunten Fotos und ein wenig mehr Anleitung. Und warum mache ich das? Ganz einfach, wir lieben diese Rouladen und ganz besonders die Füllung und deshalb wurde beim letzten Mal kochen einfach noch mal fotografiert :-).

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Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 4 Putenschnitzel à 80 g
  • 200 g Möhren, 1/4 davon fein gewürfelt, der Rest in dünne Scheiben oder Stifte geschnitten
  • 1 Stange Lauch, in Streifen geschnitten
  • 1 Paprika, gewürfelt
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 2 Tl flüssiger Honig
  • 1 Eigelb
  • 2 El Semmelbrösel
  • 2-3 El Petersilie, gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • 2-3 El Öl
  • 100 ml Brühe oder Wasser
  • 50 ml Weißwein

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Für die Füllung der Rouladen vermengt man den Ziegenfrischkäse mit den Möhrenwürfel, 1 Tl Honig, dem Eigelb, Semmelbröseln und 1 El Petersilie. Alles gut verrühren und mit Salz abschmecken. 5 Minuten stehen lassen.

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Jetzt müssen die Putenschnitzel noch etwas platt geklopft werden. Dafür lege ich sie immer zwischen Klarsichtfolie und klopfe sie mit dem Fleischklopfer oder einem kleinen Topf platt. Die Schnitzel salzen und pfeffern und danach die Füllung gleichmäßig verteilen und glatt streichen. So weit wie möglich einrollen und bei Bedarf noch mit einem Spieß festmachen.
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Inzwischen ein Pfanne heiß mit dem Öl werden lassen und die Rouladen rundherum 4-5 Minuten scharf anbraten.

IMG_1753Anschließend die Rouladen kurz herausnehmen und das Gemüse 4 Minuten bei mittlerer Hitze in der Pfanne braten. Mit 1 Tl Honig, Salz und Pfeffer würzen und danach die Brühe und den Weißwein dazugeben. Kurz aufkochen lassen und die Rouladen wieder dazu tun. Das Ganze muss jetzt noch geschlossen 10 Minuten garen.

IMG_1759Das Gemüse mit den Rouladen anrichten – mit der restlichen Petersilie bestreuen und schmecken lassen :-).

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Rezept: Essen&Trinken – Für jeden Tag, 10/2008, S. 16

23.12.14 – Tagesausflug ins märchenhafte Sintra

Am dritten Tag unserer Portugalreise stiegen wir am frühen Vormittag am Bahnhof Rossio in den Zug und fuhren aus Lissabon heraus in Richtung Westen. Unser Ziel war die Kulturlandschaft rund um die Stadt Sintra. Hier liegen in kurzer Entfernung zueinander diverse Schlösser und naturnahe Parks, die 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurden. Nach rund 45 Minuten Fahrt erreichten wir den Bahnhof von Sintra. Sintra-Hinfahrt Am Bahnhof selbst bekommt man in der Touristeninfo zwar einen Stadtplan und eine Übersichtskarte, aber die Infos zu den eigentlichen Schlössern sind sehr schnell vergriffen und meist nicht auf Englisch. Am besten informiert man sich schon vorher über das Internet, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Da die Entfernungen zu Fuß für einen Tag zu lang waren, entschieden wir uns für einen elektrischen fahrbaren Untersatz mit einem Navigationssystem, dass den Fahrer  zu den verschiedenen Plätzen lotst. So konnten wir beinahe alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abklappern. IMG_0856 Unser erster Halt in dem hügeligen Gelände um Sintra, war der Park des ‚Palacio de Monserrate‘. Die Geschichte des Anwesens geht zurück bis ins Jahr 1540, als erstmalig an der Stelle des heutigen Palastes eine Kapelle errichtet wurde. Über die Jahre wechselten die Besitzer, bis 1793 William Beckford das Anwesen pachtete und den romantischen Park anlegte. Ausländische Besucher, vor allem aus England, besuchten den mittlerweile berühmten Park, unter ihnen Francis Cook. Er kaufte das Anwesen 1856, restaurierte den Palast und erweiterte die Parkanlage. Heute haben sich auf dem weitläufigen Landschaftspark mehr als 3000 Pflanzenarten aus aller Welt zusammengefunden. Nachdem man am Eingang brav den Eintritt bezahlt hat, betritt man eine wirklich urige Märchenwelt :-). Der Park ist gespickt mit so vielen verschiednen Pflanzen und daher wirklich sehenswert. IMG_0861 In Portugal darf natürlich auch die Korkeiche nicht fehlen – ein sehr interessanter Baum :-).IMG_0864 Durch den „Urwald“ spazieren wir in Richtung des Palastes.IMG_0867

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Und da ist er auch schon, der Palast von Monserrate.

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Ein Blick ins Innere ist sehr lohnenswert. Die Galerie ist ein Korridor der die drei Türme des Palastes miteinander verbindet. In der Haupthalle steht ein kleiner Springbrunnen.
IMG_0892Hier schaut man hinauf zur Kuppel oberhalb der Haupthalle. 
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Das Musikzimmer, welches eine sehr gute Akustik haben soll, kann auch mit einer wunderschönen Kuppel aufweisen. Generell sind die Räumlichkeiten und der Palast sehr schön und liebevoll und detailreich restauriert.

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Nach dem beeindruckenden Rundgang durch den Palast spazieren wir weiter durch den schönen Park in Richtung Ausgang. Im Hintergrund noch einmal der Palast. Der Nordturm mit dem Musikzimmer versteckt sich hinter dem riesigen buschigen Baum :-).IMG_0905

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Mitten im Wald stößt man auf diese urigen Ruinen einer alten Kapelle. Ähnlich wie in den alten Ruinen von Angkor in Kambodscha wachsen hier die Bäume auf den Überresten der Steinmauern. AlteKircheNun geht die Fahrt aber weiter in unserem tollen elektrischen kleinen Auto :-).
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Nächster Halt ist ‚Moorish Castle‘ (Castelo dos Mouros).
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Die militärische Festung wurde im 11 Jahrhundert von der muslimischen Bevölkerung errichtet, die zu dem damaligen Zeitpunkt die iberische Halbinsel eingenommen hatte. Die Burgmauern stehen an steilen Felsenklippen und sind umringt von großen Felsbrocken. IMG_0946

Auf der Nord- und Westseite hat man die Möglichkeit auf den Mauern entlang zu laufen und die tolle Aussicht zu genießen. IMG_0948

Hier schaut man hinunter auf die Stadt Sintra, gut erkennbar an den zwei spitzen weißen Türmen des Palastes.

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Von hier aus ließ sich in Richtung des Atlantik und in Richtung Norden gut die Gegend überwachen. Zusätzlich diente die Burg auch als Außenposten von Lissabon.IMG_0964

Puh, endlich oben angelangt, am höchsten Aussichtspunkt der Burgmauer :-). Im rechten Teil des Bildes sind die Festungsmauern zu erkennen.IMG_0985

Gleich gegenüber von Moorish Castle liegt die große Parkanlage und der ‚Palast von Pena‘ (Parque e Palacio da Pena). Da es schon etwas spät am Nachmittag war, spazierten wir im Schnellschritt auf den Aussichtspunkt ‚Hohes Kreuz‘ in der Parkanlage von Pena. Das Kreuz markiert zu dem den höchsten Punkt des Sintragebirges auf 592 m, an dessen Stelle bereits im 16. Jahrhundert im Auftrag von König Joao III ein Kreuz errichtet wurde. IMG_1019

Von hier oben hat man mit Abstand die tollste Aussicht auf das farbenfrohe Schloss und wir erwischten noch die letzten schönen Sonnenstrahlen.
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Gemütlich gehts zurück zum Palast von Pena. Die tolle Architektur mit den bunten Farben erinnert irgendwie an ein Märchenschloss – auf jeden Fall eines der schönsten Schlösser die wir bis jetzt besucht haben. Ein Schloss mit Palmen kommt auch nicht so oft vor ;-).IMG_1038Die Renovierungsarbeiten sind fast abgeschlossen, bevor dann im kommenden Sommer die Touristen wieder in Massen hier einfallen :-).

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Vor dem Schloss stand hier seit dem 16. Jahrhundert ein Kloster, welches aber bei einem großen Erdbeben in 1755 stark beschädigt wurde. Im Jahr 1838 erwarb Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, der zweite Gatte von der portugiesischen Königin Maria II., die Überreste des Klosters. Von 1842 bis 1854 wurde das Schloss erbaut.

Da wir mit unserem Kombiticket auch Eintritt in das Innere des Schlosse hatten, schauten wir uns hier auch etwas um.

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Das Schloss ist ein wilder Stilmix aus deutscher Romantik, maurischer Architektur, portugiesischer Manuelinik, Elementen der Gotik und des Orients. Wild, aber unser Meinung absolut gelungen. Echt märchenhaft.

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Bevor es wieder zurück nach Sintra geht genießen wir noch etwas die Abendsonne :-).

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Nachdem wir unser Elektroauto wieder sicher abgegeben hatten, schlenderten wir noch in Richtung der Innenstadt von Sintra, vorbei am strahlend weißen Palácio Nacional de Sintra.

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Ein Tipp für alle Liebhaber von süßem Gebäck ist das Café Piriquita in einer der engen Gassen der Altstadt Vila Velha. Wenn das Café zu überfüllt ist, kann man sich auch eine Auswahl der Köstlichkeiten einfach einpacken lassen und in den engen Gassen der Innenstadt gemütlich und in Ruhe zu sich nehmen.IMG_1089Nun geht unser schöner Ausflug nach Sintra zu Ende und wir nehmen den Zug zurück nach Lissabon. Fürs Abendbrot studierten wir ein wenig den Reiseführer und entschieden uns für das afrikanische Restaurant Cantinho do Aziz im Stadtteil Mouraria.
Abendessen