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Tdy’s Rezepte auf einem Blick

Wenn selbst Tdy bei der Suche nach seinen Rezepten auf seinem Blog nicht mehr so ganz durchsieht …

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… und wegen der vielen Reiseberichte mit großen bunten Fotos irgendwie der Durchblick fehlt 😉 …

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… wird es Zeit für eine kleine Rezeptsammlung unter der Rubrik „Rezeptübersicht“ – oben in der Menüleiste vom Blog. Erst einmal nur ganz schlicht, aber so könnt ihr ganz einfach nachschauen, was Tdy und Eisigel in der Küche schon alles gezaubert haben.

Auf das euch weiterhin das Wasser im Mund zusammenläuft wenn wir wieder etwas Gutes gekocht oder gebacken haben :-).

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Matcha-Kuchen mit weißer Schokolade und Fleur de Sel

Nach unserem Japanurlaub im Frühjahr war ich auf der Suche nach leckeren japanischen Rezepten und bin dabei auf den Blog von Mari gestoßen. Auf ihrem Blog gibt es unzählige sehr interessante Backrezepte und die Fotos lassen einem immer wieder das Wasser im Mund zusammen laufen :-). Da wir in Japan des öfteren einen leckeren Matcha Latte getrunken hatten, wollte ich unbedingt den Matcha Pound Cake von ihrem Blog ausprobieren. Und hier ist er :-). Grün wie das Gras, gespickt mit leckeren weißen, salzigen Schokistückchen. Ein Traum.

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Und hier die Zutaten:

  • 170 g Butter, Zimmertemperatur
  • 150 g Zucker
  • 170 g Vollei (70 g Eigelb + 100 g Eiweiß), Eier trennen und abwiegen = etwa 4 Eigelb + ein Teil des Eiweißes
  • 150 g Mehl, Typ 405
  • 20 g Matcha, (Wer mag: Für mehr Matchageschmack 10 g Matcha mehr und nur 140 g Mehl)
  • 4 g Weinstein Backpulver
  • 100 g weiße Schokolade
  • 2 g Fleur de Sel

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Als erster Schritt müssen die leckeren kleinen salzigen Schokoladenstückchen hergestellt werden. Dafür muss die Schoki in einem Wasserbad geschmolzen werden.

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Wenn euer Fleur de Sel zu grobkörnig ist, solltest ihr es vorher mit einer Walze oder anderweitig etwas feiner machen. Das Salz zu der geschmolzenen Schokolade geben und gut verrühren.

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Anschließend die Schokolade auf einem Stück Backpapier glatt streichen, aber nicht zu dünn und dann ab damit in den Kühlschrank. Nach etwa einer halben Stunde kann man sich schon dem Teig zuwenden, denn die Schokolade wird im Kühlschrank schnell wieder hart.IMG_9431

Für meinen ersten Matcha-Backversuch habe ich mir in einem kleinen japanischen Supermarkt vor Ort ein Päckchen Matcha besorgt, ohne besonders auf die Sorte zu schauen. Gekauft habe ich die Sorte Aoarashi von Marukyu Koyamaen. Für den Kuchen ging die halbe Packung drauf, was nicht gerade billig ist, aber es lohnt sich :-).

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Die Farbe ist einfach so schön grün :-). In einer kleinen Schüssel das Mehl, Backpulver und Matcha vermischen.IMG_3481Nun gehts ans Zutaten verrühren. Die weiche Butter mit einem Rührgerät cremig aufschlagen. Dann den Zucker dazu geben und 5-8 Minuten verrühren. Inzwischen das Eigelb und Eiweiß verquirlen und anschließend nach und nach unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Jetzt noch das Mehlgemisch auf die Masse sieben und alles langsam verrühren.

Die im Kühlschrank hart gewordenen Schokolade kann jetzt in kleine Stückchen geschnitten werden. Den Backofen auf 150-160° Ober-/Unterhitze vorheizen.

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Mit einem Löffel oder Schaber die Schokoladenstückchen mit dem Teig verrühren …IMG_3484

… und anschließend in eine gefettete und bemehlte Kastenform geben.

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Mein Kuchen ist im Backofen in der Mitte bei 150° in 50 Minuten fertig gewesen. Mari gab mir den Tipp, dass der Kuchen schon aus dem Ofen kann, wenn er oben langsam braun wird. Ich habe kurz die Stäbchenprobe gemacht und er war auch wirklich schon durch. Again what learned ;-). So ist der Kuchen auch von oben noch schön grün.

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Wir konnten es kaum abwarten das der Kuchen abgekühlt war, denn die ganze Wohnung duftete herrliche nach Matcha. Lange hat der Kuchen auch nicht gehalten :-), dafür ist er einfach zu köstlich.IMG_3515

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Nachgebacken von Mari’s Blog . In ihrer deutschen Übersetzung hat sie auch auf das Rezept von dem japanischen Blog verlinkt.

04.05.14 – Zu Fuß nach Öland für den guten Zweck

Wie bereits angekündigt hat Eisigel heute Großes vor :-). Denn für seine Teilnahme am Wings For Life World Run sind wir hoch in den Norden bis nach Kalmar gereist. Die letzten Monate wurde fleißig trainiert, so dass heute doch mindestens 15-20 Kilometer drin sein müssen, bevor Eisigel vom Catcher Car eingefangen wird. Dazu aber später mehr.

Nach dem entspannten Ausflug nach Öland gestern und der großen Portion Pasta am Abend kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Nach einem nahrhaften Frühstück hieß es „Rein in die Klamotten“ und ab zur Startlinie am Larmtorget in der Altstadt von Kalmar.

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Zusammen mit 1000 Teilnehmern in Kalmar und rund 34500 Läufern weltweit startete um 10 Uhr UTC in 34 Ländern auf 6 Kontinenten zeitgleich der erste Wings For Life World Run  – das erste offizielle Rennen seiner Art. Das Besondere: Es gibt keine Ziellinie und somit auch keine vorgegebene Laufdistanz. Jeder läuft sein Tempo und seine Geschwindigkeit und somit die für ihn individuelle Distanz. Das „Ende“ wird durch das Catcher Car bestimmt.

Das Catcher Car startet genau 30 Minuten nach dem Start der Läufer und macht sich langsam auf den Weg. Mit der Zeit wird es nach und nach immer schneller. An beiden Seiten hat es große Antennen damit auch ja niemand verloren geht und jeder Läufer mit seiner richtigen Zeit gescannt wird wenn ihn das Auto von hinten einholt. Natürlich ist das Auto redundant vorhanden, man weiß ja nie ;-).IMG_6308

Und hier ist die Startlinie in Kalmar. Irgendwo hinten drin steht auch der Eisigel und macht sich mit den vielen anderen Läufern zusammen warm.

IMG_6317Das ganze Event ist ziemlich professionell aufgezogen. Hubschrauber und Fernsehteams an jedem Standort weltweit, damit das Rennen live im Internet und im Fernsehen verfolgt werden kann. Damit man weiß wer ganz vorne läuft, fahren zusätzlich Radfahrer mit.

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Oben am Himmel kann man schon den Hubschrauber sehen. So langsam wird es spannend und Zeit für den Tdy einen geeigneten Fotoplatz zu finden.IMG_6324

Und da sind sie auch schon am Stortorget. Die ersten Kilometer führt der Weg aus Kalmar heraus in Richtung der Ölandbrücke.

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Das Highlight des Laufes in Kalmar ist die Überquerung des Kalmarsund über die Ölandbrücke. Die 1972 eröffnete und mit 6072 Meter eine der längsten Brücken Europas, ist normalerweise exklusiv für den Autoverkehr freigegeben. Heute waren zwei der vier Fahrspuren für die Zweibeiner reserviert.

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Beim genaueren hinsehen kann man die kleinen Menschen auf der Brücke erkennen. Auf den 6 Kilometern konnten die Läufer den prachtvollen Ausblick genießen und die Anstrengung etwas vergessen.

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Nun heißt es Daumen drücken für Eisigel. Neben der Startlinie in der Altstadt wurde ein großer Bildschirm aufgestellt, auf dem man das Rennen live verfolgen konnte. Nach und nach zog sich das Feld der Läufer immer weiter auseinander und die ersten Läufer wurden bereits auf der Brücke eingefangen. Auch wenn man nicht all zu weit gekommen ist, hat jeder Läufer mit seiner Teilnahme einen wichtigen Beitrag zur Rückenmarksforschung geleistet. Die Teilnahmegebühr geht zu 100% in die Forschung. Die Organisation des Events wird durch Sponsorengelder finanziert.

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Die meisten Läufer erreichten Öland und dort ging es auf der ausgeschilderten Strecke Richtung Süden. Nicht nur an den alle 4km platzierten Verpflegungsstationen war viel Betrieb, sondern auch an der Strecke standen viele Zuschauer und jubelten den Läufern zu. Die Läufer die vom Catcher Car eingefangen wurden, wurden von nachfolgenden Bussen wieder eingesammelt und zurück an den Startort gebracht.

Viele Busse erreichten die Startlinie, aber nirgends war ein Eisigel zu sehen. So vergingen über 3 Stunden seit dem Start bis ein freudig grinsender Eisigel aus dem Shuttle Bus stieg. Juhu – 23,3 Kilometer in ziemlich genau 2 Stunden! Das macht den 247. Platz in der Männerwertung in Schweden.

Und so sehen die 23,3 Kilometer auf der Karte aus :-).

Strecke

Nun war es noch früh am Nachmittag und wer uns kennt weiß, dass uns einfach nicht nach faul rumliegen oder nichts tun ist. Wenn man schon mal weg ist von zu Hause, will man doch auch die fremde Gegend erkunden :-). Da Eisigel heute schon genug gelaufen ist, hockten wir uns ins Auto und fuhren nach Südschweden, genauer gesagt in die südschwedische Hafenstadt Karlskrona.

In der sich auf rund 30 Inseln verteilten Stadt besuchten wir die Altstadtinsel Trossö. IMG_6371

Der Hauptplatz der Stadt ist der Stortorg. Im Hintergrund sehen wir oben die Frederikskirche von 1744 und unten die Statue von Karl XI., dem Stadtgründer.IMG_6378

Da der Hauptplatz auf einem kleinen Hügel der Insel liegt, geht es leicht bergabwärts wenn man zum Wasser will :-). Der kleine Hafen Skargardsbatar lädt zum Verweilen ein.  IMG_6384

Umrundet wird der kleine Hafen von weiteren kleinen Inseln die mit schönen schwedischen Häusern bebaut sind.

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Mitten im Hafen liegt der kleine Steinfelsen Stakholmen. Hier fühlen sich viele Enten, Gänse und Wildvögel sehr wohl.

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Über einen schmalen Holzsteg kann auf den kleinen Felsen Stakholmen gelangen.

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Was für ein toller Frühlingsabend hier oben im schönen Schweden :-).IMG_6411

Hätten wir einen Picknickkorb dabei, wäre das der perfekte Platz dafür.IMG_6413

Und hier gibt es bald zahlreichen Nachwuchs :-).IMG_6416

Wir spazierten weiter über die Altstadtinsel …IMG_6420

… und irgendwie ist hier am Sonntagabend nicht wirklich viel los ;-). Der Admirals-Glockenturm zeigt die schöne Wahrheit: 7 Uhr am Abend Anfang Mai und die Sonne ist noch längst nicht untergegangen :-).IMG_6426

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Nun sind wir auf der gegenüberliegenden Seite der Insel am Wasser. So langsam geht die Sonne unter und der Wind vom Meer frischt ganz schön auf.

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Aber wir haben ja ein dickes Fell und trotzen den frösteligen Temperaturen – standhaft bleiben für ein letztes Foto.IMG_6441

Mit einem Blick auf die Frederikskirche verabschieden wir uns aus Karlskrona. Es war zwar nur ein kurzer Besuch, aber er hat sich gelohnt – ein wirklich hübsches Städtchen.IMG_6452

Bis nach Kalmar sind es rund 90 km, so dass wir erst spät wieder am Hotel ankamen. Zum Glück hatte unser neuer Lieblingsitaliener Ernesto in Kalmar noch offen, so dass wir uns zum Abschluss und zur Feier von Eisigels Erfolg noch eine leckere Pizza gönnten. 🙂