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02.04.14 – Tempel, Bambus und der rote Schrein :-)

Bei herrlichstem Sonnenschein starteten wir heute mit einer geführten Tour am Vormittag. Gegen 8:30 Uhr wurden wir in einer Gruppe von rund 20 Personen von unserem Guide abgeholt. Die Tour führt uns in den nord-westlichen Teil der Kaiserstadt Kyoto, in den Bezirk Arashiyama. Hier besichtigen wir zwei von unzähligen Tempeln 😉 und den weit über Kyoto hinaus bekannten Bambuspfad.

Am Bahnhof bekamen wir vom Guide unsere Bahntickets und dann fuhren wir im morgendlichen Berufsgedränge mit der JR-Linie zur Saga-Arashiyama-Station. Von der Bahnstation ging es zu weiter zum Katsura Fluss und dieser mächtigen Holzbrücke – die Togetsu-kyo-Brücke.

KyotoVor weit über 1000 Jahren haben sich in dieser schönen naturnahen Gegend schon der Adel und die die es sich leisten konnte, nieder gelassen.

IMG_3311Auf dem Weg zum Tenryu-ji Tempel kamen wir bereits an diesen interessanten Gestalten vorbei.

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IMG_3319Und da sind wir auch schon im Tenryu-Tempel, der bereits im Jahr 1339 vom ersten Shogun der Muromachi-Zeit gegründet wurde.

IMG_3324Das Interessante an dem Tempel ist der eigentliche Tempelgarten. Der Garten hinter der Eingangshalle gehört zu den Ältesten in Japan und bewahrt bis heute seine ursprüngliche Form, in der er im 14. Jh. vom großen Zen-Meister Muso Soseki angelegt wurde. Seit 1994 gehört der Garten zum Weltkulturerbe der UNESCO.

IMG_3327Von unserem Guide bekamen wir ungefähr eine halbe Stunde Zeit den prächtigen Garten zu besichtigen.

IMG_3338An den vielen schönen Kirschbäumen und Frühlingsblüten kann man sich fast gar nicht satt sehen :-).

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IMG_3348In diesem schönen Park wachsen die unterschiedlichsten Arten von Kirschbäumen.

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IMG_3361Direkt hinter der Tempelanlage geht auch schon die nächste Attraktion los ;-). Auf einer geteerten Straße kann man mit vielen anderen Touristen durch einen schönen Bambuswald laufen.

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IMG_3365Etwas nervig waren allerdings etwas die mega-faulen Touristen, die sich hier mit dem Taxi durchfahren liesen. So ein Schmarrn – da sieht man doch nix von den Bäumen.

IMG_3367Weiter geht’s in Richtung des Jojako-ji Tempels. Am Wegesrand lachte uns dieser tolle Orangenbaum an :-). Schade, dass man sich hier keine Orange mopsen konnte.

IMG_3377Beim Jojako-ji Tempel steht auch wieder der tolle Garten im Vordergrund. Allerdings muss man hier etliche Stufen nach oben steigen, um zum Tempel zu gelangen …

IMG_3380… dafür wird man dann mit einer tollen Aussicht auf Kyoto belohnt.

IMG_3388Oben auf dem Berg in der Tempelanlage steht diese prächtige Pagode.

IMG_2509Nun geht’s wieder zurück zum Bahnhof, vorbei an schönen Häusern, Gärten mit Kirschbäumen …

IMG_3419… und anderen wunderschönen Frühlingsblumen.

IMG_3433Kurz nach 12 Uhr erreichten wir wieder den Hauptbahnhof von Kyoto und unsere Vormittagstour war zu Ende. Auf der Karte kann man ganz gut erkennen, in welchem Teil Kyoto’s wir unterwegs waren.

Vormittag_mapAm Bahnhof vielen uns diese interessanten Geschmacksvariationen von KitKat ins Auge. Wow, die gibt’s bei uns nicht und mussten deshalb unbedingt gekauft werden :-).

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Nach einer kurzen Mittagsrast im Hotel machten wir uns auf eigen Faust los und nutzen unseren Japan Railpass um in den Süden zum Fushimi-Inari-taisha Schrein zu fahren.  Von der Inari-Station ist es nur ein kurzer Spaziergang und dann steht man schon vor den riesigen roten Toren dieses außergewöhnlichen Shinto-Schreins.IMG_3436Der Schrein wurde bereits um 711 schriftlich erwähnt und zählt somit zu den ältesten Schreinen Kyotos. Er ist der Hauptschrein von landesweit über 40.000 Inari-Schreinen.

IMG_3439Verehrt werden hier die Gottheiten, die für gute Geschäfte und eine ertragreiche Ernte verantwortlich sind. Der Weg auf den Berg ist von tausenden roten Toren gesäumt, die von Gläubigen gespendet werden.

IMG_2549Weiterhin bewachen zahlreiche steinerne Fuchswächter die Schreine.

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Los geht es den Berg hinauf. Vom Weg kann man nicht abkommen, da man den ganzen Pfad hinauf durch die tollen roten Tore in unterschiedlichsten Größen durchläuft.

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Wenn man Glück hat 🙂 kommt für einen Moment mal kein anderer Besucher vorbei und man kann solche tolle Fotos machen.IMG_3476

IMG_3478Zum Glück sind wir hier auf eigene Faust und können uns reichlich Zeit lassen um die Tore und die vielen Schreine anzuschauen.

IMG_3481Auf dem hügeligen Gelände befinden sich zahllose kleine Schreine. Die kleinen Holz-Tore kann man unten am Eingang erwerben und beschriften lassen.

IMG_3490Über einen nicht enden wollenden Pfad geht es stetig steil den Berg hinauf. Zwischendurch kommt man immer wieder an kleinen Geschäften und japanischen Imbiss-Stuben vorbei um sich zu stärken.

IMG_3492Juhu, endlich oben angekommen :-). Hier steht noch einmal ein großer Schrein zu dem man über steile Steinstufen hinauf kraxeln kann.

IMG_3495Danach geht es zum Glück nur noch bergab :-). Der Weg macht einen großen Bogen um den Berg herum, vorbei an vielen kleinen Schreinen …

Bergab… bis man wieder auf den ursprüngliche Weg trifft. Die Aussicht lädt zu einer Pause ein – und natürlich auch die Möglichkeit ein leckeres Grüntee-Softeis zu essen :-).

IMG_2603Gestärkt und glücklich über diesen tollen Ausflug machten wir uns auf den Rückweg. Vorbei an schönen Blüten ….

IMG_3510… und zahlreichen roten Toren.IMG_2571Außerhalb der Anlage stehen in schönen Gärten weitere dieser großen Tore – die Katze findest auch toll ;-).

IMG_3519Natürlich war auch bei diesem Ausflug wieder Eisigel mit seinem GPS unterwegs und hat unseren Spaziergang aufgezeichnet. Die rote und grüne Flagge stehen am Hauptbahnhof. Mit dem Zug ging es dann bis zur Inari-Station bei dem roten Bubble.

Nachmittag_mapDer Besuch lohnt sich wirklich, da der Schrein richtig schön in die Natur eingebettet ist und man die unzähligen Tore einfach mal gesehen haben muss.

Map-SchreinDas wars aber noch nicht für heute. Um den Rahmen unseres Berichtete nicht zu sprengen, gibt’s die tollen Fotos vom abendlichen Tempelbesuch mit Kirschblüten im nächsten Artikel zu bestaunen.

01.04.14 – Kirschblüten in Kyoto

Bimmellimm 🙂 – 5:30 Uhr klingelte der Wecker *gähn*. Ja, die Mönche stehen früh auf und so müssen auch wir  früh aufstehen, denn um 6 Uhr ist die Morgenandacht. Also schnell raus aus dem Zimmer und im modernen Waschraum frisch machen :-). Dann ganz schnell in die Klamotten schlüpfen und zum Tempel laufen.

Die Hausschuhe werden vor der Tür abgestellt und dann kann man den etwas düsteren aber sehr schön gestalteten Innenraum betreten. Die Mönche sitzen schon auf Ihren Plätzen und dann geht es pünktlich um 6 Uhr los. Räucherstäbchen verbreiten einen süßen Duft und die Mönche beten abwechselnd für uns Europäer leider nicht verständliche Texte. Aber es ist ein schönes wohlklingendes „Gemurmel“ :-). Wirklich interessant und schön, dass man ein mal an so einer Zeremonie teilnehmen darf.

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Für die Besucher des Tempels sind zahlreiche Stühle aufgestellt, so dass jeder einen Platz findet. Nach etwa einer dreiviertel Stunde ist die Andacht vorbei und dann hat man kurz die Gelegenheit den Tempel näher anzuschauen. Die Morgenandacht ist übrigens die einzige Möglichkeit für die Besucher den Tempel von innen anzuschauen.

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Anschließend geht es wieder zurück ins Zimmer und wie von Zauberhand sind die Betten weggeräumt und ein leckeres Frühstück steht bereit.

Frühstück

Frisch gestärkt packten wir unsere Koffer und machten uns wieder auf den Weg zur Bushaltestelle. Hier noch ein Blick auf den schönen Teich inmitten der Tempelanlage.

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Nachdem wir mit dem Bus zur Bergstation gefahren sind, ging es wieder bergabwärts mit der Seilbahn nach Gokurakubashi …

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… und von hier aus mit dem Zug nach Osaka.

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Wir waren so früh am Morgen noch ziemlich alleine im Zug und konnten so die freie Sicht aus dem Fenster auf die schöne Landschaft genießen. Man beachte die riesige Stromtrasse im Hintergrund. Dieses Bild zieht sich durch das ganze Land – überall Strommasten.

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So langsam kamen wir Osaka immer näher und auf dem Weg dorthin sahen wir immer mehr von den frisch aufblühenden Kirschbäumen. 🙂

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In Osaka stiegen wir in den JR Special Rapid Service Zug und düsten innerhalb von einer halben Stunde bis zum Kyoto Hauptbahnhof. Und so schaut das dann auf der Karte aus:

Fahrt-nach-Kyoto

Gegen Mittag erreichten wir Kyoto. Vom Hauptbahnhof konnten wir bequem mit unseren Koffern zu unserem Hotel „New Miyako“ laufen, denn dieses befindet sich in Laufweite. Da noch kein Check-In möglich war, gaben wir nur unsere Koffer ab und machten uns im Bahnhof gleich auf die Suche nach leckerem Essen. Im Food Court gab es jede Menge Restaurants, was die Entscheidungsfindung nicht einfacher macht ;-). Aber die einladende Menükarte am Eingang und die Tatsache, dass das Restaurant gut besucht war,  lies uns hier Platz nehmen. Richtige Wahl. Wir entschieden uns für zwei verschiedene Nudelgerichte die jeweils für sich erstklassig schmeckten :-).

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Der Clou sind ja die heißen Platten am Tisch, wo das Essen warm bleibt und noch etwas brutzeln kann. Dazu noch ein kühles Blondes, was will man mehr? Eine zweite Portion? 🙂

EssenNach einem kurzen Rundgang durch den Bahnhof und Besuch des Tourist-Office, ging es wieder zurück ins Hotel. Unser Zimmer war im schönen ruhigen Neubau des Hotels gelegen und für die kommenden 4 Nächte wirklich passend. Nun hieß es Karten und Reiseführer studieren, denn irgendetwas mussten wir heute ja noch anschauen – was wir die kommenden Tage nicht besichtigen.

Wir entschieden uns für den Philosophenweg im Nord-Osten der Stadt. Hier soll es gaaaanz viele Kirschbäume geben und mit dem Bus kann man vom Bahnhof auch direkt hinfahren. Also nichts wie los :-).

Am Bahnhof kauften wir uns jeweils ein Tagesticket, denn wir hatten keine Lust am Ende der Busfahrt Kleingeld zu zählen und vorne beim Aussteigen einzuwerfen ;-). Denn beim Einsteigen zieht man ein Ticket und muss vorne beim Fahrer an der Anzeigetafel ablesen wie viel man dann beim Aussteigen passend zahlen muss. Brav stellten wir uns in die Reihe für den 100er Bus, der direkt zum Philosophenweg in der Nähe des Ginkakuji Tempel (Silber-Pavillon) fährt.

Aus dem Bus heraus fällt man schon direkt in die Kirschblüten-Allee :-). Los geht’s – sehen und staunen.IMG_2369

Juhu

Neben den schönen weißen Kirschblüten, die es vor allem auch in Europa gibt, wurden hier auch Kirschbäume mit rosa Blüten gepflanzt die aber eher wie Weiden aussehen.

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TrallalaDas Licht an diesem frühen Abend ist genial. Der Philosophenweg führt entlang eines kleinen Kanals und ist ungefähr zwei Kilometer lang.

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Während des Spaziergangs am Kanal entlang, bietet sich die Möglichkeit einen Abstecher zum Silbernen-Pavillon-Tempel zu machen. Leider waren wir hierfür schon zu spät dran. Der Tempel machte gerade um 17 Uhr zu. Trotzdem konnten wir am Eingang noch einen schönen Blick auf den Bambusgarten werfen.

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Auf dem Weg zurück zum Philosophenweg kommt man an zahlreichen kleinen Boutiquen, Cafés und Verkaufsständen vorbei. Ein Grüntee-Eis mussten wir uns jetzt schon einmal gönnen. Very lecker :-).

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Und weiter geht’s mit der Blütenschau :-).

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In dem schönen Abendlicht tummelten sich auch diese traditionell hübsch angezogenen Damen. So ein Kimono macht schon was her.

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IMG_2406Die Art, wie die Schleife im Rücken gebunden ist, sagt wohl etwas über den Beziehungsstatus aus.

IMG_3244Und siehe da, ein paar Teddys am Wegesrand die angeln, aber anscheinend hat schon lange keiner mehr angebissen. Da mussten wir uns doch mal gleich für einen kurzen Plausch dazu setzen.

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IMG_3254Einfach ein Traum …

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Hier verabschieden wir uns vom Weg und liefen noch etwas durch die Gassen zurück zu einer Bushaltestelle.

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Als wir wieder am Bahnhof ankamen, war es schon ganz schön dunkel. Bei einem Blick auf die Karte von Kyoto kann man sich schnell in Hinblick auf die Entfernungen täuschen. Die Stadt ist wirklich riesig und mit dem Bus ist man manchmal eine ganze Weile unterwegs. Für unsere Rückfahrt zum Bahnhof brauchten wir ca. 45 Minuten.

Kyoto

Ja, was steht dann da direkt am Bahnhof für ein hübscher Tower :-)? Da gibt es doch sicher einen Fahrstuhl zum Hochfahren. Gesagt, getan!

IMG_3277Und schon standen wir auf der Aussichtsplattform.

IMG_3289Von hier aus entdeckten wir mit dem Fernglas einen interessant aussehenden Tempel in der Nähe unseres Hotels. Da müssen wir die Tage unbedingt noch vorbeischauen (Leicht rechts von der Bildmitte).

IMG_3296Kurze Zeit später ging es wieder abwärts. Hier stehen wir wieder vor den zahlreichen Getränkeautomaten, die man wirklich in fast jeder Straße findet –  und nachts leuchten sie so schön bunt :-).

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Hui, was für ein Trip am heutigen Tag. Wir freuen uns auf die nächsten drei Tage hier in Kyoto.

31.03.14 – Koya-san: Alte Tempelanlagen und ehrwürdige Gräber unter riesigen Zedern

Nach einer erholsamen Nacht starteten wir in einen neuen Tag bei strahlend blauem Himmel :-). Heute machen wir einen Ausflug zu den Mönchen in das Zentrum der buddhistischen Shingon-Schule Koya-san.

Osaka

Von unserem Hotel am Bahnhof nahmen wir gleich den erst besten örtlichen Regionalzug um zur Station Shinimamiya zu fahren. Dort tauschten wir unseren Voucher gegen einen Koya-san-Pass. Mit diesem Pass haben wir freie Fahrt mit dem Zug, der Seilbahn und dem Bus, um auf das Plateau Mt. Koya zu gelangen. Zusätzlich erhält man noch Ermäßigung auf die Eintrittsgelder verschiedener Tempel.

Koyan-san-Pass

Just in Time erreichten wir den Bahnsteig und stiegen in eine Art „S-Bahn“ um nach Gokurakubashi, der Talstation der Seilbahn, zu fahren. Nur zur Klarstellung: Die digitale Anzeige wechselt immer zwischen japanisch und englisch – zum Glück :-). Daher ist das Fahren mit Zügen etc. in der Regel kein Problem.
Abfahrt

Rund 1,5 Stunden später erreichten wir Gokurakubashi und nahmen für den steilen Anstieg eine Seilbahn auf Schienen. An der Konstruktion kann man schon erahnen wie steil es hier den Mt. Koya hinauf geht.

Zahnradbahn

Zahnradbahn

Zahnradbahn

An der Bergstation verstauten wir unsere Koffer in einem der bereitstehenden Busse. Auf kurvigen Wegen durch grünen Zedernwald erreichten wir Koya-san und stiegen in der Nähe unserer Tempelunterkunft aus. Genau, eine Tempelunterkunft 🙂 – auch als Shukubo bezeichnet. Denn heute wird in einer authentischen Tempelanlage residiert. Wir übernachten bei Mönchen und dürfen dabei auch deren typische vegetarische Mahlzeiten probieren und an der Morgenandacht teilnehmen.

Da wir schon kurz nach Mittag im Tempel ankamen, waren wir noch etwas zu früh um unser Zimmer beziehen zu können. So gaben wir erst einmal nur unsere Koffer ab und machten uns auf den Weg den berühmtesten Wallfahrtsort Japans zu erkunden.

Im Jahr 804 reiste der Mönch Kukai nach China um dort in den Lehren Buddhas ausgebildet zu werden. Zwei Jahre später kam er zurück nach Japan und lehrte in Japan den bis dato noch unbekannten Shingon Buddhismus. Im Jahr 816 erhielt er vom Kaiserhaus den offiziellen Auftrag eine Klosteranlage in den dicht bewaldeten Hängen des Mt. Koya zu gründen. Frei von staatlichen Einflüssen unterrichtete Kukai die von ihm begründete Shingon-Lehre bis zu seinem Tod 835. Später erhielt er den Ehrentitel Kobo Daishi.

Zu Lebzeiten von Kobo Daishi und weit darüber hinaus wuchs die Klosterstadt zu einem großen Komplex mit unzähligen Gebäuden und mehr als 120 Tempelhallen heran. In Koya-san ist auch die bedeutendste Universität für das Studium des Buddhismus zu finden.

Tempel

Der Kongobuji Tempel war der erste Tempel, der von Kobo Daishi in Koya-san gegründet wurde. Am Eingang eines buddhistischen Tempels findet man in der Regel immer einen Wasserbrunnen um sich u.a. die Hände vor dem Betreten des Tempels zu säubern.

Tempel

Dieser Tempel ist einerseits das Hauptheiligtum von Koya-san wie auch der Haupttempel der Shingon-Schule.Tempel

Nach dem wir unser Schuhe gegen bequeme Hausschlappen getauscht hatten, kauften wir uns eine Eintrittskarte und schauten uns den schönen Tempel an. In den vielen Zimmern sind wunderschöne Wandmalereien und Verzierungen zu bestaunen.
Tempel

Tempel

Der Steingarten Banryutei ist mit einer Fläche von 2340 qm und 140 Steinen der größte Japans.Tempel

Tempel

In einem Nebengebäude werden den Besuchern Tee und Reiskuchen gereicht. Auf dem bequemen roten Teppich kann man dabei gemütlich entspannen und auch meditieren.Snack

Auf dem Gelände befindet sich auch das Mausoleum von Shinzen, ein Schüler und späterer Nachfolger von Kobo Daishi.Mausoleum

Nach dem Besuch des Tempels schauten wir uns weiter die Umgebung an. Bei vielen der 120 Tempel steht das Eingangstor offen und man ist eingeladen die schön gestalteten Steingärten und Anlagen zu besichtigen.Tempel

Nach einer kurzen Mittagspause besichtigten wir den nächsten großen Komplex in Koya-san: Dai-Garan, der heilige Bezirk. Der Name kommt daher, weil sich hier das Zentrum aller religiösen Aktivitäten, Rituale und Zeremonien befindet.Brücke

Für die Besucher gibt es jede Menge interessanter Dinge zu bestaunen, denn auf dem Gelände stehen jede Menge schön gestalteter Häuser, Pagoden und anderer Bauten.Steinwand

Tempel

Tempel

Das wohl auffälligste Gebäude ist die zweistöckige Pagode Daito. Im Inneren befinden sich fünf sitzende Buddhas. Die Pagode stellt nach der Shingon-Lehre den Mittelpunkt des Lotusblüten-Mandalas dar.Tempel

Tempel

Auf dem Gelände befinden sich neben dieser schönen Glocke …

Tempel

auch das Kondo – die „Goldene Halle“.  Dies ist das erste Gebäude, dass Kobo Daishi zu Beginn des 9. Jh. erbauen lies. Es beherbergt neben verschiedenen Buddha-Stauen auch eine Skulptur des „Kosmischen Buddha“. Leider war dieses Gebäude heute nicht offen.
Tempel

Tempel

Tempel

Tempel

Tempel

Weiter hinten auf dem Gelände steht eine weitere sehr schöne Pagode – Saito.

Tempel

Diese Pagode hat uns wirklich am besten gefallen – so mitten im schönen Zedernwald und so urig :-).Tempel

Tempel

Nun war es aber an der Zeit um zurück zum Tempel zu gehen, denn wir mussten einchecken. Ein netter Mönch zeigte uns das Zimmer und alle Örtlichkeiten. Uns wurden die festen Zeiten fürs Abendbrot und für das Schließen der Tore genannt. Denn um 21 Uhr werden die Tore des Tempels geschlossen. Wer dann noch draußen ist – naja, hat halt Pech gehabt, denn dann schlafen die Mönche schon.Übernachtung

Wir verstauten schnell unsere sieben Sachen, denn wir wollten vor dem Abendbrot noch unbedingt den Friedhof Oku-no-in anschauen. Wir erwischten zum Glück einen Bus und waren damit sehr schnell am Haupteingang des Friedhofs.TempelKurz frisch machen und dann kann es losgehen :-).

Tempel

Kurz nach dem Eingang sieht man ein weites Feld von dicht aneinander liegenden Gräbern. Friedhof

Friedhof

Kurz danach erreicht man den schönen Zedernwald mit den vielen verwitterten Gräbern. Die Stimmung am späten Nachmittag ist hier wirklich mystisch und beeindruckend.Friedhof

Auf den Gelände befinden sich mehrere hunderttausend Gräber mit teilweise hochrangigen Persönlichkeiten der japanischen Geschichte.Friedhof

 

Der Friedhof ist der größte und bedeutendste Friedhof Japans. Diesen Ort sollte man auf einer Japanreise auf keinen Fall verpassen.Statue

Friedhof

Friedhof

Einfach nur beeindruckend :-).Friedhof

Friedhof

Friedhof

Huuaaa – grimmig schauende Gestallten. Friedhof

Friedhof

Hehe, wir wissen zwar nicht genau was es mit den kleinen Schürzen auf sich hat, aber die sind fürsorglich um die kleinen Statuen gebunden worden.Friedhof

Viel Zeit blieb uns leider nicht auf dem Friedhof, denn das Abendbrot war schon für 17:30 angesetzt. Mit dem Bus fuhren wir wieder zurück zum Tempel, schmückten uns anschließend mit einem Kimono und setzen uns vor das lecker angerichtete Abendmahl. Wow – was für ein Augenschmauß. Wir lernten an diesem Abend die abwechslungsreiche vegetarische Kost der Mönchen kennen und schätzen. War wirklich alles sehr lecker. Abendessen

Abendessen

Mit vollem Bauch schauten wir uns anschließend die Räumlichkeiten des Tempels an. Auch hier schöne Wandverzierungen wohin man schaut.
Tempel

Die letzten Stunden bis zum Schließen der Tore nutzen wir noch einmal für einen Rundgang durch den Heiligen Bezirk. Die Pagode und auch die anderen Gebäude waren sehr schön beleuchtet. Zu erwähnen sei vielleicht noch, dass es hier A*-kalt war *bibber*. An den seitlichen Stufen der Goldenen Halle lag noch Schnee.Tempel

Glocke

TempelSo waren wir auch schon über 1 Stunde vor 21 Uhr wieder zum Aufwärmen im Tempel. In der Zwischenzeit wurden auch schon unsere Betten hergerichtet, so dass wir uns gemütlich in den Schlaf kuscheln konnten. 🙂