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07.06.11 – Paamiut, Grönland: Endlich auf Grönland und Boden unter den Tatzen :-)

Vor ein paar Tagen hieß das heutige Anlandungsziel noch Qassiarsuk, aber da waren sie wieder: die vielen schwimmenden Eiswürfel. Wir hatten uns am vergangenen Tag zwar erfolgreich aus dem Eis befreit, aber leider ist auch das Eis weitergeschwommen und hat so den Eingang des Fjords Tunilliaefik verstopft. Spontan und flexibel wie wir sind änderten wir einfach unsere Route und legten weiter nördlich in Paamiut an. Paamiut ist die südlichste Stadt Grönlands, die ganzjährig per Schiff angesteuert werden kann. Wie praktisch :-). Seinen Namen verdankt Paamiut der Lage direkt am Kuannersooq-Fjord, da Paamiut „Volk an der Mündung“ bedeutet. Kurz noch zur Geschichte der Stadt: Gegründet im Jahr 1742 als Handelsstation für Speck und Felle. Aufgrund der reichhaltigen Kabeljauvorkommen entschloß man sich in den 60er Jahren die Stadt zu einem Handelsmekka für Kabeljau mit mehr als 10.000 Einwohnern  aufzubauen. Der Kabeljau ist wie das Eis immer in Bewegung und suchte sich irgendwann ne schönere Gegend zum Schwimmen :-). Übrig blieben einige Plattenbauten und eine große Fischfabrik, die heute die wichtigste Kabeljaufiletierfabrik Grönlands ist. Von den angedachten 10.000 …

06.06.11 – Qaqortoq, Grönland: Oder auch nicht …

Früh am morgen schlug ich meine Augen auf und … „Puh“ – Nicht untergegangen, aber die großen schwimmenden Eisbrocken um uns herum sind auch nicht weniger geworden. Wo zum Henker sind wir? Nun zum Tagesplan: Qaqortoq genannt „Die Weiße“ mit ihren 3.000 Einwohnern ist die größte Gemeinde Südgrönlands und wäre unsere erste Anlandung in Grönland gewesen. Wie ihr sicher schon ahnt liegt hier die Bemerkung auf „wäre“. Wie wir später im Tagesverlauf erfuhren sind die bösen Eisberge aus Ostgrönland einfach mal so viel schneller als gedacht und erwartet an der Südspitze Grönlands angekommen. Qaqortoq macht seinem Namen alle Ehre. Der Name leitet sich von den zahlreichen Eisbergen in der Bucht ab, die zwar schön sind, aber leider auch dafür verantwortlich, dass zwischen März und Juli nicht immer alle Schiffe den Hafen anlaufen können. Kurz nach dem Frühstück wurde die Anlandung offiziell abgesagt. Aufgrund der dicken Eisdecke und dem dichten Nebel hatten wir in der Nacht zu viel Zeit verloren. Um den Passagieren ein besseres Bild der Lage zu verschaffen, wurde uns anhand von Eiskarten (Quelle: DMI) …

04./05.06.11 – Ice Ice Baby :-)

Heute und morgen schunkeln wir auf der Dänemarkstraße Richtung Grönland. Die See war erstaunlich ruhig, hatten uns doch erfahrene Seefahr-Passagiere vor dem Wellengang in dieser Passage gewarnt. Aber dem Eisigel und mir, wie auch unseren netten Begleitern ging es super. Die netten Vögel, die uns schon von den Färöeren nach Island begleiteten, waren auch wieder da. Das sind die reinsten Adrenalin-Junkies :-). Immer direkt auf die Bugwelle zusteuern und wenn dann das Wasser kommt schnell zur Seite sausen und das stundenlang. Wenn ihr das Bild größer klickt könnt ihrs genauer sehn: Hier noch einer in Nahaufnahme: Mit leckeren Waffeln auf dem Observation-Deck und informativen Vorträgen unseres Expeditionsteams ging dieser Tag zu Ende. Der darauffolgende Sonntag begann bei schönstem Sonnenschein und dem bekannten Wind. Am späten Nachmittag sichteten wir das erste Eis vor der Ostküste Grönlands. Hier habe ich auch meinen ersten Wal gesehen. Er tauchte direkt vor dem Eisgürtel auf, pustete kurz eine Wasserfontäne in die Luft und verschwand schnell wieder. Nach eingehender Sichtung der Fotos mit unserem Experten Klaus, denken wir nun, dass es …