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09.06.11 – Sisimiut, Grönland: Endlich über dem Polarkreis

Wo ist eigentlich die Sonne abgeblieben? Wer hat da wieder nicht aufgegessen? Was solls, machen wir das Beste draus :-). Bevor wir unser heutiges Anlandungsziel erreichten war es endlich soweit: Neptun persönlich verabreichte mutigen Passagieren und genötigten Crewmitgliedern eine kalte Eiswürfeldusche *hehe*. Eisigel und ich haben uns erfolgreich versteckt und sind trocken geblieben. Hier ein Bild vom Mann mit der Eiswürfel-Schöpfkelle kurz nach der Überquerung des Polarkreises. In Sisimiut hatten wir das erste Mal die Gelegenheit mit den Polarcirkelbooten an Land zu fahren. Wie aufregend *freu*. Dick eingemummelt und mit der Schwimmweste über dem Kopf fuhren wir rasant zur Anlegestelle im Atlantikhafen. Sisimiut: „Die Siedlung an den Fuchslöchern“, ist mit seinen 5.400 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Grönlands. Eine große Einnahmequelle ist die Krabbenfischerei. Nebenbei gibt es hier auch verschiedene Werkstätten, in denen Künstler Schmuck oder Tupilaks – die traditionellen Schnitzfiguren der Inuit – herstellen. Da dem Eisigel und mir nach Beine vertreten zu Mute war, machten wir uns gleich auf in Richtung Teleinsel. Die Teleinsel hat ihren Namen von den früher dort plazierten Antennenmasten. Das …

07.06.11 – Paamiut, Grönland: Endlich auf Grönland und Boden unter den Tatzen :-)

Vor ein paar Tagen hieß das heutige Anlandungsziel noch Qassiarsuk, aber da waren sie wieder: die vielen schwimmenden Eiswürfel. Wir hatten uns am vergangenen Tag zwar erfolgreich aus dem Eis befreit, aber leider ist auch das Eis weitergeschwommen und hat so den Eingang des Fjords Tunilliaefik verstopft. Spontan und flexibel wie wir sind änderten wir einfach unsere Route und legten weiter nördlich in Paamiut an. Paamiut ist die südlichste Stadt Grönlands, die ganzjährig per Schiff angesteuert werden kann. Wie praktisch :-). Seinen Namen verdankt Paamiut der Lage direkt am Kuannersooq-Fjord, da Paamiut „Volk an der Mündung“ bedeutet. Kurz noch zur Geschichte der Stadt: Gegründet im Jahr 1742 als Handelsstation für Speck und Felle. Aufgrund der reichhaltigen Kabeljauvorkommen entschloß man sich in den 60er Jahren die Stadt zu einem Handelsmekka für Kabeljau mit mehr als 10.000 Einwohnern  aufzubauen. Der Kabeljau ist wie das Eis immer in Bewegung und suchte sich irgendwann ne schönere Gegend zum Schwimmen :-). Übrig blieben einige Plattenbauten und eine große Fischfabrik, die heute die wichtigste Kabeljaufiletierfabrik Grönlands ist. Von den angedachten 10.000 …