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04.08.2012 – Abkühlung in der Salzmine und Fahrt in die Walachei

Nach dem schönen Aufenthalt in den Bergen führt uns heute unser Weg in tiefer liegendes Gefilde. Sogar ganz ganz tief nach unten :-). Nach einem kleinen Frühstück in unserer Pension in Cheia, führte unsere Route weiter Richtung Süden in den Großraum von Valenii de Munte. Acht Kilometer nördlich liegt irgendwo der Kurort Slanic Prahova. Auch auf diesem Weg mussten wir feststellen, dass die Ausschilderung von Ortschaften und Sehenswürdigkeiten recht eigen ist. Sehr oft ist ein Wegweise nur aus einer Fahrtrichtung sichtbar. Kommt man aus der anderen Richtung sieht man das Schild vielleicht noch im Rückspiegel ;-). Also mal wieder wenden. Irgendwie fanden wir die Ortseinfahrt von Slanic und suchten nun die über weite Grenzen hinaus bekannte Salzmine. Hier hat man sich jegliches Hinweisschild gespart, aber wir haben ja unsere Native Speaker 🙂 und fanden dann auch den Parkplatz mit dem Zugang zur Salzmine.

Wir freuten uns schon auf die entsprechende Abkühlung unter Tage, da es draussen mal wieder an die 40° waren. Aber vorher standen wir noch ca. 1h an der Kasse und dem Fahrstuhl bevor es endlich nach unten ging. Zwei enge und wacklige Fahrstühle befördern die Gäste in 90 Sekunden in die ca. 260m tiefe Salzmine. Wer hier seinen Pulli vergessen hat, kann bei 12° ganz schön frösteln :-). Unten angekommen kommt man aus dem Staunen erst mal nicht mehr raus. Es erwarten einen 14 Kammern mit einer Deckenhöhe von 54m.

Im Jahr 1938 wurde mit dem Abbau in der Salzmine begonnen. Später, zwischen 1943 und 1970, wurde das Gestein blockweise heraus gesprengt. An den Wänden kann man die tolle Maserung im Gestein bewundern.

Auf der 84.000qm großen Fläche gibt es ein Fußballfeld, eine etwas karg ausgestattete Ruhezone und einen Kiosk. Zum Anschauen lohnt es sich wirklich hier hinunter zu fahren, allerdings nicht um Salzluft zu schnuppern. Davon hab ich leider gar nichts gemerkt. Da hier kein Salz mehr abgebaut wird und es hier unten auch staubtrocken ist, bezweifele ich, dass da noch ein Salzmolekül in der Luft rumfliegt :-). Eher riecht man noch die Maschinen zum Antrieb des Fahrstuhls.

Hier muss Tdy zugeben, dass er keine Ahnung hat, wer da seinen Kopf für hingehalten hat ;-); aber eine schönes Fotomotiv ist es doch.

Ach ja, da war noch was. Tdy kann auch Bolt. Unsere Freunde aus Herzogenaurach haben wohl gemeint, dass es sich lohnt, ein Abbild von Usian Bolt in Salzgestein zu meißeln *g*.

Wieder oben angekommen begrüßten uns schon wieder die 40°C. Unser nächstes Etappenziel für heute war Berca. Unterwegs machten wir in Valenii de Munte einen Zwischenstopp und füllten unsere Proviant-Vorräte. Natürlich kaufte ich mir eine große Melone für unterwegs :-). Nun ging es weiter Richtung Osten bis wir bei Cislau auf die Nationalstraße 10 trafen. Von dort aus ging es weiter Richtung Buzau in die Walachei. Vor Buzau verliessen wir die Straße Richtung Berca. Eine lange Brücke führte uns über einen großen, aber fast ausgetrockneten See. Unsere anvisierte Unterkunft lag im Nachbarort Plescoi. Wir fuhren durch ein typisch rumänisches Dorf und waren gespannt was uns erwartete. Zu unserem erstaunen handelte es sich um eine wirklich toll ausgestattete Pension mit schönem Innenhof. Die Zimmer taugten uns, so das wir es uns auch gleich gemütlich machten. Die „Vila Speranta“ ist wirklich zu empfehlen, vor allem auch wegen dem guten Essen und der netten Hausdame :-). Es gab keine wirkliche Karte, daher bereitete uns die Köchin aus unseren Wünschen ein leckeres Abendbrot.

Da wir alle nach dem Essen mal wieder kugelrund waren, beschlossen wir, noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf zu machen 🙂

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