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30.07.2012 – Auf den Spuren der Vergangenheit in Bekokten

Heute ist Familientag. Meine Reise-Compagnons wollen den heutigen Tag nutzen das Dorf ihrer Kindheit zu besuchen. Unsere Foto-Meisterin, der Eisigel und ich werden das erste Mal dorthin reisen – wir sind schon sehr gespannt. Bevor es am frühen Vormittag in Richtung Bekokten losging, machten wir noch einen Abstecher zum auch hier ansässigen Kaufland. Erstens um uns mit etwas Proviant einzudecken und zweitens um eine Marktanalyse der Preise durchzuführen. Was wird mich hier bloß bei diesem Schild am Eingang erwarten? Man beachte das zweite Verbotszeichen von links. Ohne Schusswaffe und nur mit einer Kreditkarte bewaffnet erledigten wir unsere Einkäufe und machten uns auf den Weg in das 24km nördlich gelegene Bekokten. Der Name Bekokten ist auf eine Wasserquelle zurückzuführen: Bekokten ist vom ungarischen „Baranykur“ abgeleitet, was so viel wie „Lammbrunnen“ bedeutet. Vor langer Zeit soll eine gnadenlose Dürre in der Gegend geherrscht haben. Das Dorf wurde von einem durstigen Lämmchen gerettet, das in einem verlassenen Hof eine Quelle entdeckte. Über dieser Quelle wurde der „Lammbrunnen“ gebaut. So kam das Dorf zu seinem Namen (Quelle: kirchenburgen.org/bekokten-barcut). So …

07.06.11 – Paamiut, Grönland: Endlich auf Grönland und Boden unter den Tatzen :-)

Vor ein paar Tagen hieß das heutige Anlandungsziel noch Qassiarsuk, aber da waren sie wieder: die vielen schwimmenden Eiswürfel. Wir hatten uns am vergangenen Tag zwar erfolgreich aus dem Eis befreit, aber leider ist auch das Eis weitergeschwommen und hat so den Eingang des Fjords Tunilliaefik verstopft. Spontan und flexibel wie wir sind änderten wir einfach unsere Route und legten weiter nördlich in Paamiut an. Paamiut ist die südlichste Stadt Grönlands, die ganzjährig per Schiff angesteuert werden kann. Wie praktisch :-). Seinen Namen verdankt Paamiut der Lage direkt am Kuannersooq-Fjord, da Paamiut „Volk an der Mündung“ bedeutet. Kurz noch zur Geschichte der Stadt: Gegründet im Jahr 1742 als Handelsstation für Speck und Felle. Aufgrund der reichhaltigen Kabeljauvorkommen entschloß man sich in den 60er Jahren die Stadt zu einem Handelsmekka für Kabeljau mit mehr als 10.000 Einwohnern  aufzubauen. Der Kabeljau ist wie das Eis immer in Bewegung und suchte sich irgendwann ne schönere Gegend zum Schwimmen :-). Übrig blieben einige Plattenbauten und eine große Fischfabrik, die heute die wichtigste Kabeljaufiletierfabrik Grönlands ist. Von den angedachten 10.000 …

01.06.11 – Torshavn, Färöer: Inselrundfahrt Vagar

Nach so vielen Tagen Sonnenschein, schickte uns der Wettergott heute ein paar Wolken und eine kräftige Brise. Dem einen oder anderen hats sogar die Mütze vom Kopf geweht. Achja, heute besuchten wir die Färöer. Allen die hier noch das Wort Inseln anhängen sei gesagt: „Ganz Falsch!“ :-). Der Name Färöer bedeutet nämlich Schafsinsel. Noch ne Insel angehangen wäre doppelt gemoppelt.  Die Färöer sind seit 1948 selbständiges Mitglied des dänischen Reichsverbandes. Die Inselgruppe besteht aus 18 Inseln mit zusammen 1.399 qkm und hat eine Küstenlänge von 1.100 km. Die meisten der 48.000 Einwohner sind direkte Nachfahren der aus den Nordländern stammenden Siedler und die altnordische Sprache Färöisch ist die Landessprache. Rund 20.000 Färinger leben im Gebiet der Hauptstadt Torshavn auf der Hauptinsel Streymoy. Gegen 11 Uhr legte die Fram im Hafen an und der Eisigel und ich hatten vor unserem Ausflug noch Zeit für einen Bummel durch die Stadt. Also machten wir uns auf um uns den alten Stadtteil Tinganes anzuschauen. Hier stehen noch viele gut erhaltene Häuser mit den tollen Grasdächern. Als Rasenmäher dient meist …