Autor: tdybaer

20.07.15 – Los geht die Kloster-Rundreise

Nach einer ruhigen Nacht am größten Stausee Rumäniens, packten wir heute wieder unsere 7 Sachen in die Autos, um uns auf den Weg in das obere Land der Moldau zu machen. Das historisch-geografische Gebiet der Bukowina ist die Heimat von unzähligen Klöstern. Weltbekannt sind die Moldauklöster. Auf den Weg in das Klosterarchipel statteten wir den zwei großen Klosteranlagen Agapia und Neamt einen Besuch ab. Das Kloster Agapia zählt heute zu den größten Nonnenklöstern Europas. Es gibt mehrere Wege um hierher zu gelangen – die normale Straße oder einen etwas abenteuerlichen Weg durch das Stanisoara Gebirge. Das mit dem „abenteuerlich“ haben wir leider zu spät festgestellt; unter einem gut befahrbaren Weg verstehen die Einheimischen doch ab und zu etwas anderes als wir :-). Nichtsdestotrotz haben wir den Weg ohne Pannen gemeistert … zwar langsamer als gedacht und ohne Rundumsicht aus dem Auto … aber geschafft. Nun zum angenehmeren Teil des Tages. Das Kloster Agapia ist, wie man an den liebevoll gepflegten Blumenbeeten und Anlagen erkennen kann, ein Nonnenkloster. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage allerdings …

19.07.15 – Über Berge und durch Schluchten hinein in die Karpaten

Nachdem wir vor drei Tagen noch über flache Gewässer im Donaudelta gedüst sind, wird es heute so langsam bergig, denn wir fahren hinein in die Karpaten im Osten Rumäniens. Nach ca. 130 km ist der erste Halt auf unserer heutigen Tour die kleine Stadt Piatra Neamt an den Ausläufern der Ostkarpaten. Um einen Überblick über die von Wald bedeckte Umgebung zu bekommen, nehmen wir die Seilbahn und fahren auf den Aussichtsberg Cozla mit einer Höhe von 651m. Von hier oben haben wir einen tollen Blick in Richtung Westen auf den See Batca Domnei. Im Winter kann man von hier oben auch gemütlich mit den Ski hinunter ins Tal cruisen. Nach dem wir einmal rund herum gelaufen sind, lockt uns das kleine Lokal mit den landestypischen Mici (ähnlich Cevapcici) an. Dazu gibt es Senf und Brot und natürlich etwas kühlendes Erfrischendes zum runter spülen :-). Für jeden 2,5 Stück –  schaffen wir doch locker … Hinunter geht es auch wieder mit der Seilbahn und hier ein Blick in Richtung Osten auf den zweiten Berg in der Stadt, …

18.07.15 – Spaziergang durch Iasi

Die Sonne und der blaue Himmel hießen uns auch heute wieder willkommen um auf eigene Faust die heimliche Kulturhauptstadt Rumäniens zu erkunden. Mit der Straßenbahn fuhren wir in das Stadtviertel Copou und stiegen am gleichnamigen Park aus. In dem schön angelegten Park findet man zahlreiche Büsten bedeutender rumänischer Schriftsteller. Die Büste des berühmten Schriftstellers und Dichters Mihai Eminescu steht unter einer großen Linde, umrahmt von einem großen bunten Blumenbeet und einem seiner Gedichte in Stein geschrieben. Da er zu Lebzeiten sehr mit der Stadt verbunden war, findet man an vielen Ecken und Plätzen in der Stadt immer wieder Hinweise auf sein Schaffen. Das grüne Viertel Copou liegt auf einem der sieben Hügel von Isasi und beheimatet zahlreiche kulturelle Einrichtungen wie das Goethe-Zentrum und die Alexandru-Ioan-Cuza-Universität mit ihrem prächtigen neobarocken Hauptbau von 1897. Die Uni ist eine von zwei staatlichen und diversen privaten Universitäten von Isasi. Zwischenzeitlich studieren hier über 40.000 Studenten (bei 320 000 Einwohnern). Folgt man dem Boulevard Carol I., vorbei an der Piata Mihai Eminescu, die Gavril Muzicescu bergab – so gelangt man …