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Rindfleisch-Spargel-Rollen an Ingwer-Kartoffelpüree

Vergangenes Wochenende habe ich mal wieder eines meiner japanischen Kochbücher hervorgeholt und bin dabei auf dieses leckere Rezept, passend zur Spargelsaison gestoßen. Kleine Rindfleisch-Rouladen werden mariniert und anschließend mit Spargel und Bohnen gefüllt. Dazu gibt es ein sehr interessantes Kartoffelpüree mit einer Sauce aus Ingwer, Mirin und Sojasauce. 🙂

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Zutaten für 2 Personen:

Kartoffelpüree

  • 600 g mittelgroße Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 El Butter
  • 100 ml Milch
  • 50 g Sahne
  • Salz, frischer Pfeffer
  • 50 ml Sojasauce
  • 50 ml Mirin
  • 1 El Kartoffel- oder Speisestärke
  • 1 El Ingwer, frisch gerieben

Rindfleisch-Gemüse-Rollen

  • 200 g Spargel, geschält und gedrittelt
  • 80 g grüne Bohnen, die Enden abgeschnitten
  • 250 g Rindfleisch, in dünnen Scheiben

Marinade für das Rindfleisch

  • 4 El Sojasauce
  • 1 El Sake
  • 2 El Sesamöl
  • 2 El feiner Zucker
  • 2 El Rotwein
  • 3 El Sesamsamen
  • 2 Tl Knoblauch, zerdrückt
  • 1 Tl Ingwer, frisch gerieben
  • Pfeffer

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Rund 2 Stunden vor dem Essen sollte die Marinade vorbereitet werden. Hierfür werden die oben genannten Zutaten für die Marinade in einer Schüssel gut vermischt.IMG_1175

Vor dem Marinieren des Rindfleisches klopft man die Rouladen am besten zwischen Frischhaltefolie schön dünn. Anschließend das Fleisch gut mit der Paste vermengen.IMG_1177

Parallel können schon die Kartoffelstückchen 15 bis 20 Minuten butterweich gekocht und das restliche Gemüse in Salzwasser bissfest gekocht werden.
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Nun gehts ans Rollen :-). Die Fleischstücke sollten nicht zu groß sein, damit sie in der Pfanne schnell gar werden. Pro Roulade 1-2 Stückchen Spargel und Bohnen einrollen. Inzwischen die Pfanne gut heiß werden lassen.IMG_1185

Jetzt kommen die Rindfleisch-Röllchen in die Pfanne. Von beiden Seiten scharf anbraten. Übrig gebliebenes Gemüse kommt mit in die Pfanne.
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Für die Sauce zum Kartoffelpüree erhitzt man die Sojasauce mit dem Mirin bis das Ganze anfängt zu kochen. Nun die in kaltem Wasser aufgelöste Kartoffelstärke einrühren. Kurz mitköcheln und dann vom Herd nehmen und den frischen Ingwer einrühren. Nicht wundern wenn die Masse etwas dick wird ;-). Die Kartoffeln müssen natürlich auch noch gestampft werden. Dazu das Wasser abschütten und los gehts – mit einem Kartoffelstampfer oder einem Küchenmixer. Die Milch und die Butter unterrühren und wer mag auch etwas Sahne. Alles gut vermixen. Salzen würde ich nur vorsichtig, da die Sauce den Stampf gut würzt.IMG_1191

Zum Schluss das Kartoffelpüree mit einem Klecks Sauce und den Rouladen anrichten. Lecker!IMG_1196

Rezept: Harumis japanische Küche, S.115 & 117

02.05.15 – Mittelalterliches Flair auf dem Weg nach Ljubljana

Am heutigen Tag verlassen wir unser Quartier in Bled und machen uns auf in Richtung Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens. Vorab wollen wir aber noch zwei Empfehlungen aus unseren Reisebüchern folgen, an denen wir unterwegs vorbei kommen. Erster Halt ist das kleine Städtchen Skofja Loka nordwestlich von Ljubljana.  Wir parken direkt vor den Stadtmauern des am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns von Slowenien. Über mehrere Brücken gelangt man in die Altstadt. Hier stehen wir über dem kleinen Fluss Selska Sora und blicken auf die Kapuzinerbrücke aus dem 14. Jahrhundert, was sie somit zu einer der ältesten Bogenbrücken Mitteleuropas macht.

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Obwohl kurz nach dem Bau der Brücke der Stifter Bischof Leopold samt Pferd von der Brücke stürzte und ertrank, blieb die Brücke über 5 Jahrhunderte ohne Geländer.

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Wir schlendern durch die engen Gassen und den Marktplatz von Skofja Loka …IMG_0428

… und gelangen schließlich zu einem der Aufgänge zum Schloss.IMG_0430Der älteste noch erhaltene Teil des Schlosses stammt aus dem Jahr 1215. Leider wurde der größte Teil bei einem Erbeben im Jahr 1511 zerstört und später nach und nach wieder aufgebaut. Über die Jahrhunderte wurde das Schloss für verschiedenste Zwecke genutzt und umgebaut. Heute befindet sich darin ein Museum.

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Wir wandern den Schlosshügel wieder hinunter, schlendern durch die kleine überschaubare Altstadt und machen uns über die dritte Brücke zur Altstadt wieder auf den Weg zum Auto.IMG_0438

Nächstes Ziel auf dem Weg nach Ljubljana ist Kamnik. Das ebenfalls mittelalterlich geprägte Städtchen ist das Tor zu den Steiner Alpen –  ein Wander- und Wintersportparadies.IMG_0450

Die touristischen Highlights sind die kleine und große Burg. Die große Burg (Stari grad) ist heute eine Ruine und liegt rund 30 Gehminuten und 200 Höhenmeter von der Stadt entfernt. Die kleine Burg (Mali grad), von der aus wir hier die Aussicht genießen, liegt mitten in der Stadt. Von der eigentlichen Burg ist auch hier leider nicht mehr viel erhalten.IMG_0460

In der Innenstadt kommt man an der sehr schönen Pfarrkirche Maria immaculata aus dem 17. Jahrhundert vorbei. Wir spazieren weiter durch das hübsche Städtchen und gelangen über einen kleinen Hügel zur dritten Burg der Stadt, die Burg Zaprice aus dem 16. Jahrhundert.

IMG_0470 Im Inneren der Burg ist das Stadtmuseum und um die Burg herum befindet sich ein kleines und sehr schönes Freilichtmuseum, welches die bäuerliche Bauweise rund um Kamnik ausstellt. Ein schöner Blumengarten darf da natürlich nicht fehlen.IMG_0465Jetzt wird es aber Zeit nach Ljubljana aufzubrechen, denn das schöne Städtchen wollen wir auch noch erkunden. Wir checken im sehr schönen Hotel Cubo nahe der Innenstadt ein und machen uns auf den Weg. Durch Ljubljana fließt der kleine Fluss Ljubljanica.
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Viele Menschen sind auf den Beinen und genießen das schöne Wetter. In der Hauptstadt leben rund 270 000 Einwohner, wovon etwa ein Viertel Studenten sind. IMG_0479

Hier blicken wir auf den Presernov trg, dem zentralen Platz Ljubljanas, mit der roten Franziskaner Kirche Mariä Verkündung und der dreispännigen Tromostovje-Brücke. Von der Treppe der Kirche, die aus dem Jahr 1646 stammt, hat man einen tollen Überblick über diesen beliebten Treffpunkt. Der Fluss Ljubljanica dient als natürlich Trennung zwischen Neu- und Altstadt. Wir stehen hier in der Neustadt und blicken auf die barocke Altstadt mit dem Burgberg im Hintergrund.IMG_0488

In der Altstadt steht die mächtige Domkirche Sveti Nikolaj.IMG_0495

Wir bummeln weiter durch die schöne Altstadt und genießen von den zahlreichen Brücken immer wieder den schönen Anblick der renovierten Häuser am Fluß.IMG_0511

Der Kern der Altstadt lockt mit vielen kleinen Cafés und zahlreichen urigen und kreativen Geschäften. Ljubljana ist sehr beliebt bei Künstlern, die rund 1/10 der Bevölkerung ausmachen, und daher gibt an nahezu jeder Ecke kleine Läden mit interessanten Sachen zu entdecken.IMG_0518

Auf der Ljubljanica gibt es in den Sommermonaten geführte einstündige Bootstouren, um die Pracht der Stadt vom Wasser aus zu genießen. 🙂 IMG_0522

So langsam geht die Sonne unter und wir wollen vor dem „Wings For Life“-Lauf am nächsten Tag noch etwas entspannen. Daher gibt es zum Abendbrot noch etwas Gesundes zu essen und dann werden im Hotel die Füße hochgelegt :-).IMG_0528

01.05.15 – Wandern durch die Vintgar-Klamm und zum Savica-Wasserfall

Nach der langen Autofahrt gestern, ist heute Bewegung angesagt :-). Nördlich von Bled liegt in etwa 4 km Entfernung der Eingang zur Vintgar-Klamm. Der Weg dorthin führt über weite grüne Wiesen und ist sehr zu empfehlen. Gegen eine kleine Eintrittsgebühr eröffnet sich einem dieses Naturschauspiel. Zu Fuß geht es über Brücken und Stege durch die rund 1,6 km lange Schlucht.

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IMG_0252Der kleine Wildbach, dem wir flussabwärts folgen, nennt sich Radovna.

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IMG_0304Die Ende des 19. Jahrhunderts zur Sehenswürdigkeit ausgebaute Schlucht ist bis zu 300 Meter tief.

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IMG_0337Wir unterqueren eine alte Steinbrücke und erreichen auch schon das Ende der Schlucht, an der sich der kleine Fluß etwa 13 Meter in die Tiefe stürzt.

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Von hier aus geht die Wanderung weiter durch den Wald in Richtung der Wallfahrtskirche Katarina. Von hier aus hat man einen Panoramablick auf das obere Sava-Tal, sowie die Burg von Bled. Hinter den Hügeln versteckt sich der Bleder See.
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Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, um zurück nach Bled zu kommen. Entweder man folgt dem Schild „Vintgar-Gorje“ über offene Wiesenlandschaften zurück zum Eingang der Schlucht oder man geht wie wir einfach schnurstracks bergab in Richtung Zasip. Danach einfach der Nase nach in Richtung Bled, wo unsere Tour startete.

Belohnen kann man sich dann in der traditionsreichen Konditorei Smon. Neben diversen süßen Köstlichkeiten gibt es natürlich auch die original „Bleder Kremschnitte“ (kremsnita) mit Blätterteig und viel Vaniellecreme. Ein Muss, dass es an jeder Ecke zu kaufen gibt, aber hier wohl am besten schmecken soll. Wir können das bestätigen :-).

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Nach einer kurzen Rast in unserer Pension, stand für den Nachmittag eine Fahrt zum See von Bohinj und eine Wanderung zum Wasserfall Savica. Am Nachmittag fing es leider an zu regnen, aber mit zwei großen Schirmen bewaffnet, blieben wir schön trocken. Um zum Wasserfall zu gelangen, wandert man viele Stufen stetig bergauf bis zu einem kleinen Holzpavillon. Von hier aus blickt man einmal direkt auf den Wasserfall …

IMG_0375… und in die andere Richtung direkt zum See von Bohinj.

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IMG_0384Auf der Rückfahrt hielten wir noch einmal kurz am See für einen Schnappschuss :-). Bei gutem Wetter ist der See ein Freizeitparadies. Hier und in der Umgebung kann man prima baden, wandern und Gleitschirmfliegen.

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Wir setzten uns wieder ins Auto und entschieden uns für eine gemütliche Autotour zurück nach Bled. Auffällig sind die vielen Heuharfen, die hier in der Umgebung auf vielen Wiesen stehen. Die Heuharfen sind ein Symbol für die in Slowenien weiterhin wichtige Landwirtschaft und dienen als traditionelle Methode zur Trocknung und Aufbewahrung von Heu. Man kann sie aber auch zusammenstellen, mit einem Dach verbinden und Gerätschaften darunter lagern.IMG_0407Aus westlicher Richtung kamen wir zurück nach Bled und hielten noch einmal an um den schönen Ausblick auf die Burg und das Tal zu genießen.

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