Letzte Beiträge

22.05.13 – Ein entspannter Tag in Nizza

Früh am morgen machten wir uns los, um rechtzeitig in Nizza am Bahnhof zu sein, denn wir hatten vor, einen Ausflug mit dem Pinienzapfenzug zu unternehmen. Doch leider kam alles anders. Auf einem Streckenabschnitt waren die Schienen leider vom vielen Regen in den vergangenen Wochen unterspült worden, so dass man auf den Bus ausweichen müsste. Zudem sprach der Herr am Schalter ausschließlich „only French“. Hmm, soll ja angeblich ein Touristenzug sein, aber wenn der Herr nicht mag, dann halt nicht!

Da wir schon mal hier sind, verändern wir den Plan und schauen uns heute Nizza an. Also sind wir wieder ins Auto und haben uns ein Parkhaus in der Nähe der Promenade gesucht. Danach noch schnell ins Touristen Office für einen Stadtplan und los geht’s. Vom Palais de la Mediterranée spazierten wir zum Port Lympia.

Nizza

Hier stehen wir vor dem Monument aux Morts, das an die Gefallen des 2. Weltkrieges erinnert.

Monument aux Morts

Da sind wir auch schon am Hafen angelangt.

Am Hafen

Ein schöner Blick auf den Quai Cassini.

Quai Cassini

Vom Quai Cassini aus, schauten wir uns die schönen Häuser rund um die Rue Cassini an und gelangten schon bald zum Place Garibaldi.

Schöne HäuserVon hier aus wanderten wir hinauf zum Colline du Chateau. Auf diesem, westlich vom Hafen, aufsteigendem Felsen, ist die Wiege von Nizza. Heute findet man hier eine große Parkanlage mit vielen Spielplätzen und diversen Aussichtspunkten.

Port Lympia

Hier die Aussicht auf den östlichen Teil der Stadt mit dem alten Hafen Lympia.

Port Lympia

Hier schaut man in westliche Richtung auf die Promenade des Anglais …

Nizza

… und die Altstadt von Nizza.

Altstadt Nizza

In Deutschland ist die Stadt hauptsächlich unter ihrem italienischen Namen „Nizza“ bekannt. Erst um 1860 fiel die Stadt an die Franzosen und heisst seit dem „Nice“. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte sie zum Herzogtum Savoyen, welches mit dem Königreich Sardinien vereinigt war.

Die enge quirlige Altstadt verzaubert mit vielen schönen kleinen Geschäften und Märkten.

Altstadt

Am Place Rosettii gibt es – glaube ich – alle Eissorten dieser Welt. Eine Eisdiele neben der anderen. Wer bereit ist 3,50 Euro und mehr für eine Kugel hinzulegen, kann diese dann mit einem Blick auf die Cathédrale Sainte-Reparate genüsslich schlecken.

Nizza

Westlich der Altstadt liegt der Stadtteil mit den vielen Luxusboutiquen und Einkaufsstraßen. Wer neue Klamotten braucht, ist hier richtig :-).

Nizza

Zudem haben uns die vielen tollen Häuser mit den schönen Balkonen sehr gut gefallen. Wenn ich noch mal in der Nähe von Nizza bin, muss ich mal etwas Zeit zum Shoppen einplanen ;-).

Nizza

Am späten Nachmittag machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Cap Ferrat, das östlich von Nizza liegt – also eigentlich gleich daneben :-). Hier packten wir unsere Wassermelone aus und genossen den schönen Blick aufs blaue Meer.

Kleine Pause am Strand

Da mag man doch gleich ins Wasser hüpfen :-).

Cap Ferrat

Oder lieber doch nicht? Was wollen denn die dunklen Wolken hier?

Dunkle Wolken

Vom Strand aus spazierten wir noch zum gegenüberliegenden Leuchtturm und hofften, dass wir nicht nass werden – von oben ;-).

Cap Ferrat

Auf dem Weg nach Eze hielten wir noch ein mal an einem schönen Aussichtspunkt. Hier der Blick auf das Cap Ferrat …

Blick auf Cap Ferrat

… und hier auf Villefranche-sur-Mer.

Villefranche sur mer

 

21.05.13 – Ein aufregender Tag in Monaco mit viel Formel 1 Tamtam

Nach einer etwas kühlen Nacht – auch hier ist der Sommer noch nicht angekommen – starteten wir mit tollem blauen Himmel in den Tag. Zum Frühstück hatten wir wieder eine tolle Aussicht.

Eze Village

Jetzt geht es auf in das Fürstentum Monaco. Für alle die bisher auch etwas im Unklaren waren: Heisst das jetzt Monaco oder Monte-Carlo ?? Also, Monaco ist der Name des Stadtstaates. Monte-Carlo ist wie z.B. La Condamine oder Fontvieille „lediglich“ ein Stadtteil von Monaco. Die Altstadt auf dem 300 x 800 m großen Fels heisst Monaco-Village. Daher auch der große Preis von Monaco in Monte-Carlo :-). Again what learned.

Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, ein kleiner interessanter Exkurs in die Geschichte Monacos. Seit 1308 wird Monaco von der Fürstenfamilie Grimaldi regiert. Die Fürstenfamilie kam 1297 durch eine List des Fürst Francesco zu ihrem Besitz. Im 14. Jahrhundert wuchs der Besitz durch die Aufnahme von Roquebrune (da wo wir gestern wandern waren) und Menton. Diese Konstellation hielt rund 500 Jahre. 1848 lösten sich die Städte wieder von Monaco ab. Der Grund war damals schon das liebe Geld. Mitte des 19. Jahrhunderts war Monaco bettelarm, daher wurden Menton und Roquebrune für knappe 4 Mio. France an Frankreich verkauft. Um wieder an Geld zu kommen, kam man 1856 auf die Idee das Casino zu eröffnen. Mit der Gründung der allmächtigen Société des Bains de Mer (S.B.M.) avancierte Monaco zum Spielerparadies. Förderlich war, dass in Frankreich und Italien Spielbanken verboten waren. So kam wieder der Zaster in die Stadt :-). Daraufhin wurden den Bürgern auch sämtliche direkten Steuern erlassen. Derzeit zählt man in Monaco rund 32.000 Einwohner, wovon nur 5000 Monegassen sind. Als Einnahmequelle hat das Casino seine Bedeutung verloren, heute machen die Banken die Kohle.

Nachdem wir unser Reisegefährt in einem überaus groß dimensionierten Parkhaus sicher abgestellt hatten, machten wir uns auf den Weg. Durch die Allée Boullingrins gelangten wir zum Place du Casino. Nicht zu übersehen sind die Vorbereitungen und die aufgebauten Ränge für das F1-Rennen am Wochenende.

Vor dem Casino

Hier stehen wir vor dem 1876 fertiggestellten und berühmtesten Gebäude der Stadt, dem Casino.

CasinoLinks neben dem Casino steht das runde Hotel de Paris.

CasinoDie langsamste Stelle in der Formel 1: die Haarnadelkurve am Hotel Fairmont oder auch bekannt als Loews-Kurve. Man beachten oben rechts die Sitzränge auf dem Hoteldach :-).

Haarnadelkurve am Hotel Fairmont

Unsere Tour führt uns weiter östlich in die Stadt zum Japanischen Park „Jardin Japonais“. Ein guter Kontrast du den Hochhäusern. Davor plätschert auch schon das Mittelmeer.

Japanischer Garten

An der Portier-Kurve (vor dem Tunnel) wurde auf der Grünfläche des Kreisverkehrs ein Formel 1 Auto geparkt :-).

Hehe

Nach der Durchquerung des Tunnels erreichten wir das Hafenviertel Condamine mit dem Port Hercule. Noch stehen hier nicht so viele große Yachten rum. Das wird sich bis zum Wochenende aber sich noch ändern.

HafenNoch mal ein Blick zurück auf den Stadtteil Larvotto mit dazugehörigem öffentlichem Badestrand. Links ist ein Teil des Tunnels und dem darüber liegenden Hotel zu sehen.

Monaco

Weiter gehts am Hafen die Rennstrecke entlang. Hier stehen wir an der Tabac-Kurve. Überall sind die großen blitzblank geputzten LKWs der Teams abgestellt. Da die Straße in diesem Teil für den normalen Verkehr gesperrt ist, kann man hier fröhlich über die Rennstrecke schlendern.

Rennstrecke

Am Eingang der Schwimmbad-Schikane kann man das Betongold Monacos bestaunen *g*. Der qm kostet hier um die 15.000 Euro *hust*. Dafür hat man einen freien Blick auf den Yachthafen – TOLL. Dafür fahr ich lieber ein paar mal um die Welt.

Am Hafen

Wir folgten weiter der Rennstrecke. Auf Höhe der berühmten Rascasse-Kurve beginnt das Fahrerlager der Formel 1 Teams. An diesem Dienstag waren die Teams mit dem Aufbau ihrer Motorhomes so gut wie fertig. Über all waren die jeweiligen Teammitglieder in Scharen unterwegs.

Hafen

Wir spazierten gemütlich vorbei am Geschehen im Fahrerlager und genossen den Blick auf den Hafen und Monte-Carlo im Hintergrund. Der Hafen Hercule ist ein von zwei Tiefwasserhäfen in Monaco und kann Boote und Yachten mit bis zu 130 m Länge aufnehmen. Der vorgeschaltete Deich schützt die teuren Yachten vor stürmischer See.

Hafen

Im Hafen liegen aber auch einige Boote in Tdy-Größe :-).

Hafen

Nun aber auf in die Boxengasse. Die Autos sind auch schon da und werden von den meisten Teams vor neugierigen Blicken geschützt.

Boxengasse

Die Boxengasse liegt direkt neben der Schwimmbad-Schikane. Am Renn-Sonntag zahlt man für einen Platz auf den Tribünen im Bild um die 450 Euro. Dafür kann man auch einen Blick in die Boxen werfen :-).

Rennstrecke

Bei anderen Teams kann man aber auch jetzt schon ganz gut reingucken 🙂 und teilweise ein nacktes F1 Auto betrachten.

Boxengasse

Nach einer kleinen Nachmittagspause am Hafen mit frischem Baguette und Salat machten wir uns auf den Weg in den alten Stadtteil von Monaco.

Alle, die keine Lust haben so viel Geld für Tickets auszugeben und schnell sind, können sich an den richtigen Stellen Bierbänke und Tische aufstellen.

Blick von oben

Nach vielen steilen Stufen endet der Fußweg hinauf zum Felsen am Tor zum fürstlichen Palast.

Fürstentum

Vor dem Palast findet täglich um 11:55 der Wachwechsel der fürstlichen Garde statt. Die Uniformen der Wachen dienen auch als Indiz für die Jahreszeit: Winter = schwarz, Sommer = weiß. Zudem verrät uns das untere Bild, das der regierende Fürst Albert II heute nicht im Hause ist. Es sind keine Flaggen online ;-).

Fürstenwache

Aus der Höhe hat man einen tollen Blick auf das elegante Fontvieille mit den vielen schönen Booten. Der Port de Fontvieille ist der zweite Tiefseehafen von Monaco und kann etwa 100 kleinere Boote aufnehmen.

Fontvieille

Das an der Westflanke des Felsen liegende Fontvieille war früher ein mal Wasser. Der 31 ha große Stadtteil wurde dem Meer abgerungen. Insgesamt ist Monaco 197 ha groß.

Auf der Kanone

Noch mal ein toller Ausblick auf Port Hercule.

Toller Ausblick

Mitten zwischen den Häusern liegt die sehr schöne neoromanische Kathedrale von Monaco.

Kathedrale

Schön :-).

Kathedrale

Und so schaut’s drinnen aus. Das Highlight der Kathedrale sind die fürstlichen Grablege. Auf dem Grab von Grace Kelly (Fürstin Gratia Patricia Pricipis Rainier III) liegen die meisten Blumen.

HUIBUH

Monaco ist auch geprägt von vielen tollen gepflegten Parks in denen man super entspannen kann.

Park

Da das Musuem Oceanographique echt toll sein soll, beschlossen wir, obwohl wir schon ziemlich k.o. waren, dies auch noch anzuschauen. 1899 wurde im Auftrag von Prinz Albert I, ein fanatischer Meeresforscher und -sammler, mit dem Bau begonnen. Das Museum hat 90 mit Meerwasser gespeiste Becken in denen so ziemlich jeder Fisch auf unserem Planeten schwimmt. Das größte Becken fasst 40.000 Liter und geht über 2 Stockwerke. Auf jeden Fall sehenswert. Da gibt’s Meeresbewohner, die hat der Tdy selbst in dem tollen ozeanographischen Institut in Nha Trang noch nicht gesehen.

Museum

In den oberen Stockwerken befindet sich ein Museum zur Meereskunde.

Hehe

Auf einem richtigen Boot müssen wir auch mal segeln.

Sail away

Diese tolle, gefühlt 30 x 20 m große, Schrankwand empfängt den Besucher mit vielen tollen und echten Ausstellungsstücken zu allen Themengebieten des Meeres.

Museum

Ein Raum weiter hängt ein Wal in der Luft ;-).

Wal

Natürlich gibt es auf dem Dach auch einen Panoramablick über das Fürstentum.

Ganz oben

In einem kleinen Gehege auf dem Dach des Museums gab es einen Streichelzoo mit Landschildkröten. Fröhlich schnurbsend liessen sich diese Exemplare nicht beim Abendessen stören.

Vegetarier

Völlig knülle schlenderten wir noch ein bisschen durch die schöne Altstadt von Monaco, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Eze machten.

Monaco

Eze Village noch einmal aus der Nähe :-).

Eze Village

20.05.13 – Zitronen aus Menton und Wandern am Cap-Martin

So kann der Tag doch starten :-), blauer Himmel, Sonnenschein und ein Meer, das in tausend Blautönen schimmert.

Menton

Nach einem kleinen Frühstück im Hotel machten wir uns noch ein mal auf den Weg Menton zu erkunden. Dieses Mal bei Tageslicht. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt fast 17 Grad, so dass hier ohne Probleme leckere Zitronen und sogar Bananen reifen. Das tolle Klima entsteht, weil die sich direkt hinter der Stadt aufbauenden Berge den Mistral zurückhalten. Und ja, es war schön warm draussen :-).

Hier stehen wir wieder vor dem St-Michel und der Chapelle de la Conception.

St-Michel

Die Farben der vielen schönen bunten Häuser in der Innenstadt strahlen bei dem schönen Wetter besonders schön.

Menton InnenstadtOk, der Himmel ist etwas zu blau geraten, aber viel fehlte dazu nicht. Gemütlich bummelten wir an der Strandpromenade hin- und zurück.

Menton Hafen

Über die Treppe des Parvis St-Michel gelangt man wieder hoch zur Kirche, dem „kleinen Vatikan“ von Menton.

Treppe

Nun aber zu den leckeren Zitronen. In der Innenstadt haben wir einen kleinen Laden entdeckt, in dem es eigentlich fast alles gibt, was man mit Zitronen anstellen kann. Nach einer kleinen Likör- und Ölverkostung, deckten wir uns mit leckerem Zitronen-Olivenöl, Zitronenlikör, Marmelade und zwei Mal frischer Zitronenlimoande ein.

Zitronenlimo

Gleich neben Menton liegt das Cap Martin, um das ein schöner Spazierweg führt. Nach dem langen Sitzen im Auto in den vergangenen Tagen, kommt eine kleine Wanderung ganz recht. Um das Kap führt der Fußweg Promenade Le Cobusier. In kanpp 2 Stunden ist man vom Kap schon fast am Strand von Monte-Carlo.

Cap Martin

Hui, hier wehte ein guter Wind und das Meer war ziemlich aufgeraut. Im Hintergrund kann man schon Monaco sehen.

Monaco

Kurz nach der Mittagszeit waren wir wieder an unserem Auto angelangt. Als nächstes steht wieder der Besuch eines kleinen Bergdörfchens auf dem Programm. Das hoch auf einem Fels hockende Bergdorf Peillon liegt ganz in der Nähe und ist nur 14 Kilometer von der Küste entfernt. Vor der Kirche St-Sauveur liegt ein hübscher kleiner Platz, der dem Besucher einen Panoramablick über die Dächer und das Umland von Peillon ermöglicht.

PeillonDie vielen kleinen Gassen sind schön begrünt und verwinkelt. Wer hier hoch auf en Felsen möchte, muss mit dem Auto einen ganz schön steilen Berg erklimmen.

PeillonDer Blick vom kleinen Parkplatz auf das Eingangstor zur Stadt.

PeillonUnd so schaut das schöne Dörfchen von außen aus :-).

Peillon

Die Häuser von Peillon reihen sich wie eine Festungsmauer auf dem steil abfallenden Felsrand auf.

Peillon

Jetzt wurde es aber Zeit, um uns auf den Weg nach Eze zu machen. Irgendwo oberhalb des Ortes in den Bergen sollte unsere Unterkunft liegen. Dank einer ausführlichen Beschreibung fanden wir die Einfahrt zu der steil abfallenden Schotterstraße sehr gut. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem Glas Cidre bezogen wir unsere Unterkunft für die nächsten 4 Nächte.

Was für eine Hammer-Aussicht 🙂 auf Eze-Village mit der Burgruine.

Eze

Als nächstes brauchten wir aber dringend was zu Essen :-). Auf einem kleinen Trampelpfad gelangt man vom Grundstück hinab ins Dorf. Zum Glück hatte da noch ein Supermarkt offen. An dem Tomatensalat haben wir auch gleich unser neues Zitronen-Olivenöl ausprobiert. Was soll ich sagen: Ich hätte ne Kiste voll mitnehmen sollen :-).

Abendbrot mit AussichtNachts hat man auch einen tollen Ausblick auf die schön beleuchtete Burg.

Eze Village