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21.05.13 – Ein aufregender Tag in Monaco mit viel Formel 1 Tamtam

Nach einer etwas kühlen Nacht – auch hier ist der Sommer noch nicht angekommen – starteten wir mit tollem blauen Himmel in den Tag. Zum Frühstück hatten wir wieder eine tolle Aussicht.

Eze Village

Jetzt geht es auf in das Fürstentum Monaco. Für alle die bisher auch etwas im Unklaren waren: Heisst das jetzt Monaco oder Monte-Carlo ?? Also, Monaco ist der Name des Stadtstaates. Monte-Carlo ist wie z.B. La Condamine oder Fontvieille „lediglich“ ein Stadtteil von Monaco. Die Altstadt auf dem 300 x 800 m großen Fels heisst Monaco-Village. Daher auch der große Preis von Monaco in Monte-Carlo :-). Again what learned.

Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, ein kleiner interessanter Exkurs in die Geschichte Monacos. Seit 1308 wird Monaco von der Fürstenfamilie Grimaldi regiert. Die Fürstenfamilie kam 1297 durch eine List des Fürst Francesco zu ihrem Besitz. Im 14. Jahrhundert wuchs der Besitz durch die Aufnahme von Roquebrune (da wo wir gestern wandern waren) und Menton. Diese Konstellation hielt rund 500 Jahre. 1848 lösten sich die Städte wieder von Monaco ab. Der Grund war damals schon das liebe Geld. Mitte des 19. Jahrhunderts war Monaco bettelarm, daher wurden Menton und Roquebrune für knappe 4 Mio. France an Frankreich verkauft. Um wieder an Geld zu kommen, kam man 1856 auf die Idee das Casino zu eröffnen. Mit der Gründung der allmächtigen Société des Bains de Mer (S.B.M.) avancierte Monaco zum Spielerparadies. Förderlich war, dass in Frankreich und Italien Spielbanken verboten waren. So kam wieder der Zaster in die Stadt :-). Daraufhin wurden den Bürgern auch sämtliche direkten Steuern erlassen. Derzeit zählt man in Monaco rund 32.000 Einwohner, wovon nur 5000 Monegassen sind. Als Einnahmequelle hat das Casino seine Bedeutung verloren, heute machen die Banken die Kohle.

Nachdem wir unser Reisegefährt in einem überaus groß dimensionierten Parkhaus sicher abgestellt hatten, machten wir uns auf den Weg. Durch die Allée Boullingrins gelangten wir zum Place du Casino. Nicht zu übersehen sind die Vorbereitungen und die aufgebauten Ränge für das F1-Rennen am Wochenende.

Vor dem Casino

Hier stehen wir vor dem 1876 fertiggestellten und berühmtesten Gebäude der Stadt, dem Casino.

CasinoLinks neben dem Casino steht das runde Hotel de Paris.

CasinoDie langsamste Stelle in der Formel 1: die Haarnadelkurve am Hotel Fairmont oder auch bekannt als Loews-Kurve. Man beachten oben rechts die Sitzränge auf dem Hoteldach :-).

Haarnadelkurve am Hotel Fairmont

Unsere Tour führt uns weiter östlich in die Stadt zum Japanischen Park „Jardin Japonais“. Ein guter Kontrast du den Hochhäusern. Davor plätschert auch schon das Mittelmeer.

Japanischer Garten

An der Portier-Kurve (vor dem Tunnel) wurde auf der Grünfläche des Kreisverkehrs ein Formel 1 Auto geparkt :-).

Hehe

Nach der Durchquerung des Tunnels erreichten wir das Hafenviertel Condamine mit dem Port Hercule. Noch stehen hier nicht so viele große Yachten rum. Das wird sich bis zum Wochenende aber sich noch ändern.

HafenNoch mal ein Blick zurück auf den Stadtteil Larvotto mit dazugehörigem öffentlichem Badestrand. Links ist ein Teil des Tunnels und dem darüber liegenden Hotel zu sehen.

Monaco

Weiter gehts am Hafen die Rennstrecke entlang. Hier stehen wir an der Tabac-Kurve. Überall sind die großen blitzblank geputzten LKWs der Teams abgestellt. Da die Straße in diesem Teil für den normalen Verkehr gesperrt ist, kann man hier fröhlich über die Rennstrecke schlendern.

Rennstrecke

Am Eingang der Schwimmbad-Schikane kann man das Betongold Monacos bestaunen *g*. Der qm kostet hier um die 15.000 Euro *hust*. Dafür hat man einen freien Blick auf den Yachthafen – TOLL. Dafür fahr ich lieber ein paar mal um die Welt.

Am Hafen

Wir folgten weiter der Rennstrecke. Auf Höhe der berühmten Rascasse-Kurve beginnt das Fahrerlager der Formel 1 Teams. An diesem Dienstag waren die Teams mit dem Aufbau ihrer Motorhomes so gut wie fertig. Über all waren die jeweiligen Teammitglieder in Scharen unterwegs.

Hafen

Wir spazierten gemütlich vorbei am Geschehen im Fahrerlager und genossen den Blick auf den Hafen und Monte-Carlo im Hintergrund. Der Hafen Hercule ist ein von zwei Tiefwasserhäfen in Monaco und kann Boote und Yachten mit bis zu 130 m Länge aufnehmen. Der vorgeschaltete Deich schützt die teuren Yachten vor stürmischer See.

Hafen

Im Hafen liegen aber auch einige Boote in Tdy-Größe :-).

Hafen

Nun aber auf in die Boxengasse. Die Autos sind auch schon da und werden von den meisten Teams vor neugierigen Blicken geschützt.

Boxengasse

Die Boxengasse liegt direkt neben der Schwimmbad-Schikane. Am Renn-Sonntag zahlt man für einen Platz auf den Tribünen im Bild um die 450 Euro. Dafür kann man auch einen Blick in die Boxen werfen :-).

Rennstrecke

Bei anderen Teams kann man aber auch jetzt schon ganz gut reingucken 🙂 und teilweise ein nacktes F1 Auto betrachten.

Boxengasse

Nach einer kleinen Nachmittagspause am Hafen mit frischem Baguette und Salat machten wir uns auf den Weg in den alten Stadtteil von Monaco.

Alle, die keine Lust haben so viel Geld für Tickets auszugeben und schnell sind, können sich an den richtigen Stellen Bierbänke und Tische aufstellen.

Blick von oben

Nach vielen steilen Stufen endet der Fußweg hinauf zum Felsen am Tor zum fürstlichen Palast.

Fürstentum

Vor dem Palast findet täglich um 11:55 der Wachwechsel der fürstlichen Garde statt. Die Uniformen der Wachen dienen auch als Indiz für die Jahreszeit: Winter = schwarz, Sommer = weiß. Zudem verrät uns das untere Bild, das der regierende Fürst Albert II heute nicht im Hause ist. Es sind keine Flaggen online ;-).

Fürstenwache

Aus der Höhe hat man einen tollen Blick auf das elegante Fontvieille mit den vielen schönen Booten. Der Port de Fontvieille ist der zweite Tiefseehafen von Monaco und kann etwa 100 kleinere Boote aufnehmen.

Fontvieille

Das an der Westflanke des Felsen liegende Fontvieille war früher ein mal Wasser. Der 31 ha große Stadtteil wurde dem Meer abgerungen. Insgesamt ist Monaco 197 ha groß.

Auf der Kanone

Noch mal ein toller Ausblick auf Port Hercule.

Toller Ausblick

Mitten zwischen den Häusern liegt die sehr schöne neoromanische Kathedrale von Monaco.

Kathedrale

Schön :-).

Kathedrale

Und so schaut’s drinnen aus. Das Highlight der Kathedrale sind die fürstlichen Grablege. Auf dem Grab von Grace Kelly (Fürstin Gratia Patricia Pricipis Rainier III) liegen die meisten Blumen.

HUIBUH

Monaco ist auch geprägt von vielen tollen gepflegten Parks in denen man super entspannen kann.

Park

Da das Musuem Oceanographique echt toll sein soll, beschlossen wir, obwohl wir schon ziemlich k.o. waren, dies auch noch anzuschauen. 1899 wurde im Auftrag von Prinz Albert I, ein fanatischer Meeresforscher und -sammler, mit dem Bau begonnen. Das Museum hat 90 mit Meerwasser gespeiste Becken in denen so ziemlich jeder Fisch auf unserem Planeten schwimmt. Das größte Becken fasst 40.000 Liter und geht über 2 Stockwerke. Auf jeden Fall sehenswert. Da gibt’s Meeresbewohner, die hat der Tdy selbst in dem tollen ozeanographischen Institut in Nha Trang noch nicht gesehen.

Museum

In den oberen Stockwerken befindet sich ein Museum zur Meereskunde.

Hehe

Auf einem richtigen Boot müssen wir auch mal segeln.

Sail away

Diese tolle, gefühlt 30 x 20 m große, Schrankwand empfängt den Besucher mit vielen tollen und echten Ausstellungsstücken zu allen Themengebieten des Meeres.

Museum

Ein Raum weiter hängt ein Wal in der Luft ;-).

Wal

Natürlich gibt es auf dem Dach auch einen Panoramablick über das Fürstentum.

Ganz oben

In einem kleinen Gehege auf dem Dach des Museums gab es einen Streichelzoo mit Landschildkröten. Fröhlich schnurbsend liessen sich diese Exemplare nicht beim Abendessen stören.

Vegetarier

Völlig knülle schlenderten wir noch ein bisschen durch die schöne Altstadt von Monaco, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Eze machten.

Monaco

Eze Village noch einmal aus der Nähe :-).

Eze Village

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