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25.07.15 – Auf dem Holzweg zum Fröhlichen Friedhof

Nach der entspannten Zugfahrt am gestrigen Tag, geht es heute wieder mit dem Auto weiter in Richtung Nordwesten. Unser Tagesziel ist der Fröhliche Friedhof in Sapanta nahe der ukrainischen Grenze. Auf dem Weg dorthin nehmen wir extra die gemütlichere Route, die uns durch das Iza-Tal an vielen Holztoren und Holzkirchen vorbeiführt. Die Holztore sind seid jeher das Wahrzeichen der Dörfer der Maramuresch. Die liebevoll geschnitten Motive an den Torpfeilern und Türen sollen Haus und Familie beschützen und sind allesamt Symbole der rumänischen Volkskultur. Die in die Holztore geschnitzten Symbole beziehen sich auf wichtige Lebensereignisse wie Geburt, Hochzeit und Tod. So repräsentiert z.B die Sonne die Geburt und die Fruchtbarkeit. Geflochtene Seile, die man an vielen Toren sieht, werden als vereinigendes Band angesehen, die die Familie und die Dorfgemeinschaft zusammen halten sollen. Symbole wie Räder und Spiralblüten stehen z.B. für die stetige Wiederkehr der Jahreszeiten. Kreuze oder auch Tiere wie Bären und Wölfe sollen vor bösen Geistern schützen. Bei unserem ersten spontanen Halt in Bogdan Voda am obigen Holztor begegnete uns eine nette alte Frau, die …

23.07.15 – Fahrt in die grüne Maramuresch

Nach unserer kleinen Rundreise durch das Gebiet der Moldauklöster verlassen wir die Bukowina in Richtung Westen in die Maramuresch, ein urwüchsiger Landstrich im Nordwesten von Rumänien. Charakteristisch für diesen ursprünglichen Landstrich sind die bewaldeten Berge, die klaren Bäche und Flüsse, viele grüne Hügel und bunte Wiesen. Neben den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten, prägen vor allem die Holztore und bemalten Holzkirchen die Region, die auf eine tiefverwurzelte und traditionelle Handwerkskunst zurückführen. Die 160 km von Gura Humorului zu unserem Tagesziel Viseu de Sus führen uns durch eine herrliche grüne Landschaft und über Straßen mit vielen Schlaglöchern ;-). Und hier sind wir auch schon direkt in der Maramuresch mit den vielen bewaldeten Hügeln, so wie man es in Europa eigentlich kaum noch findet. Bäume so weit das Auge reicht :-). Auf unserer Fahrt befahren wir auch den Prisloppass und machen an der höchsten Stelle, bevor es wieder ins Tal geht, eine kurze Pause. Im Hintergrund sieht man ein errichtetes Denkmal und ein hier erbautes Kloster. Bei den Straßenhändlern kauften wir uns frisch gepflückte Blaubeeren und genossen anschließend das schöne …