Alle Beiträge, die unter 2015 gespeichert wurden

25.07.15 – Auf dem Holzweg zum Fröhlichen Friedhof

Nach der entspannten Zugfahrt am gestrigen Tag, geht es heute wieder mit dem Auto weiter in Richtung Nordwesten. Unser Tagesziel ist der Fröhliche Friedhof in Sapanta nahe der ukrainischen Grenze. Auf dem Weg dorthin nehmen wir extra die gemütlichere Route, die uns durch das Iza-Tal an vielen Holztoren und Holzkirchen vorbeiführt. Die Holztore sind seid jeher das Wahrzeichen der Dörfer der Maramuresch. Die liebevoll geschnitten Motive an den Torpfeilern und Türen sollen Haus und Familie beschützen und sind allesamt Symbole der rumänischen Volkskultur. Die in die Holztore geschnitzten Symbole beziehen sich auf wichtige Lebensereignisse wie Geburt, Hochzeit und Tod. So repräsentiert z.B die Sonne die Geburt und die Fruchtbarkeit. Geflochtene Seile, die man an vielen Toren sieht, werden als vereinigendes Band angesehen, die die Familie und die Dorfgemeinschaft zusammen halten sollen. Symbole wie Räder und Spiralblüten stehen z.B. für die stetige Wiederkehr der Jahreszeiten. Kreuze oder auch Tiere wie Bären und Wölfe sollen vor bösen Geistern schützen. Bei unserem ersten spontanen Halt in Bogdan Voda am obigen Holztor begegnete uns eine nette alte Frau, die …

24.07.15 – Fahrt mit der Wassertalbahn

Heute stehen wir voll unter Dampf :-). Anstelle in das Auto, steigen wir heute in den Zug und lassen uns durch die grüne Landschaft chauffieren. Mit der historischen Wassertalbahn Mocanita lässt sich das Wassertal entlang des Flüsschens Vaser entspannt entdecken. Auf dem noch erhalten Streckennetz der privat betriebenen Werksbahn für Holztransport kann man mit der letzten dampfbetriebenen Waldbahn Rumäniens einen Ausflug unternehmen. Gegen 9 Uhr startete der Zug in Viseus des Sus und nebelte mit dem vielen Dampf die ganze Umgebung ein. Die Strecke, die entlang des Flusses verläuft, wurde in den 1930er errichtet. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn wurde zum effektiveren Holztransport eingesetzt und löste nach und nach die ältere Methode des Flößens ab. Noch heute ist die Werksbahn im regen Betrieb und transportiert rund 4000 Kubikmeter Holz monatlich. Der Touristenzug verkehrt in der Haupt- und Hochsaison täglich auf 22km des verbliebenen Streckennetzes. Wir tuckerten langsam vor uns hin und ab und zu begegneten wir an der Strecke einigen Schafs- oder Kuhherden, die auch gerne auf den Eisenbahngleisen spazieren gehen. An bestimmten Stationen macht die Dampflok …

23.07.15 – Fahrt in die grüne Maramuresch

Nach unserer kleinen Rundreise durch das Gebiet der Moldauklöster verlassen wir die Bukowina in Richtung Westen in die Maramuresch, ein urwüchsiger Landstrich im Nordwesten von Rumänien. Charakteristisch für diesen ursprünglichen Landstrich sind die bewaldeten Berge, die klaren Bäche und Flüsse, viele grüne Hügel und bunte Wiesen. Neben den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten, prägen vor allem die Holztore und bemalten Holzkirchen die Region, die auf eine tiefverwurzelte und traditionelle Handwerkskunst zurückführen. Die 160 km von Gura Humorului zu unserem Tagesziel Viseu de Sus führen uns durch eine herrliche grüne Landschaft und über Straßen mit vielen Schlaglöchern ;-). Und hier sind wir auch schon direkt in der Maramuresch mit den vielen bewaldeten Hügeln, so wie man es in Europa eigentlich kaum noch findet. Bäume so weit das Auge reicht :-). Auf unserer Fahrt befahren wir auch den Prisloppass und machen an der höchsten Stelle, bevor es wieder ins Tal geht, eine kurze Pause. Im Hintergrund sieht man ein errichtetes Denkmal und ein hier erbautes Kloster. Bei den Straßenhändlern kauften wir uns frisch gepflückte Blaubeeren und genossen anschließend das schöne …