Letzte Beiträge

03.08.13 – Bettenwechsel: von Riga nach Tallinn

Am heutigen Tag hieß es früh aufstehen, denn wir mussten uns natürlich noch einen Ersatzkoffer besorgen, da unser Gepäck immer noch nicht aufgetaucht war. Gesagt, getan :-). Mit unserem neuen kleinen Köfferchen machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof in der Nähe der Markthallen hinter dem Bahnhof, denn heute verlassen wir das schöne Riga und machen uns auf den Weg nach Tallinn.
RigaDie Tickets für unseren Luxus-Reisebus hatten wir schon zu Hause gebucht. Um die Wartezeit zu überbrücken, besorgten wir uns noch zwei leckere Eistüten.

Abfahrt

Und da ist er auch schon. Jetzt nur noch den Koffer verstauen und im Bus einen gemütlichen Platz suchen. Gegen 12:30 Uhr ging die Reise los. Für nur 23 Euro pro Person kann man so ganz gemütlich in 4,5 Stunden nach Tallinn fahren. An Board gab’s WLAN und Kaffee umsonst.

Bus

Vom Busbahnhof in Tallinn fuhren wir mit der Tram direkt bis vor die dicken Stadtmauern des Stadtkerns von Tallinn. Von da aus spazierten wir quer durch die Innenstadt direkt zu unserem Hotel St. Petersbourg. Nach dem wir unser tolles Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auch schon auf den Weg um bei dem tollen Wetter eine ersten Blick auf Tallinn zu werfen.

Nicht zu übersehen ist das am besten erhaltene gotische Rathaus in Nordeuropa, welches zwischen 1402 und 1404 erbaut wurde.

Tallinn

Hübsche alte Häuser – man fühlt sich glatt ins Mittelalter zurück versetzt :-).

Tallinn

Zum Abendessen kehrten wir ins Old Hansa ein. Hier wird nur mit Zutaten gekocht die es im Mittelalter gab, auch das Bier ist wie von damals und sehr lecker. Trotz der etwas höheren Preise fürs Essen lohnt es sich hier einzukehren –  wirklich einfach nur köstlich …

Tallinn

… und auch der Nachtisch ist ein Traum.

Nachtisch

Wohl genährt machten wir uns los zu einem kleinen Abendspaziergang. Auf geht’s hinauf zum Domberg.

Tallinn

Auf dem Weg dorthin kann man durch die Stadtmauer durchgehen und gelangt in den Garten des dänischen Königs. An warmen Sommertagen lohnt es sich unter den vielen großen schönen Bäumen ein schattiges Plätzchen zu suchen.

Tallinn

Unmittelbar daneben befindet sich hinter der Stadtmauer die Alexander-Newski Kathedrale. Die Kirche wurde um 1900 fertiggestellt. Während der Zeit der Sowjetunion wurde die Kirche dem Zerfall überlassen. Seit 1991 wurde sie aufwendig restauriert, was sich wirklich sehen lassen kann.

Tallinn

Das Gebäude im Hintergrund ist das Schloss- und Parlamentsgebäude.

Tallinn

Tallinn

Links des Schlosses befindet sich dieser schöne kleine Park an dessen Ende der Lange Hermann 45 m in den Himmel ragt.

Tallinn

Ebenfalls auf dem Domberg befindet sich die Domkirche –  wer hätte das gedacht :-). Bis ins 13. Jahrhundert lässt sich die Geschichte der ersten christlichen Kirche auf estnischen Boden zurückverfolgen. Sie beherbergt heute bedeutende Schätze rund um die Geschichte der Stadt Tallinn.

Tallinn

Tallinn

Über die Kohtu-Straße gelangt man zu diesem Aussichtspunkt:

Tallinn

Tallinn

Tallinn

Tallinn

Um noch einen Blick auf den Sonnenuntergang zu erhaschen spazierten wir schnell auf die gegenüberliegende Seite des Dombergs. Hier verbringen viele junge Einheimische den Abend bei chilliger Musik :-).

Sonnenuntergang

Tallinn

Unterwegs in der Innenstadt in den späten Abendstunden stolperten wir über dieses lustige Auto vor einem Atelier.

Tallinn

Lustige Gestalten :-).

Tallinn

Tallinn

So wie es in Riga die „Drei Brüder“ gibt, gibt es in Tallinn die „Drei Schwestern“ zu bewundern. Die drei zusammenhängenden spätgotischen Handels- und Speicherhäuser stammen aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurden angeblich von einem Kaufmann für seine drei Töchter errichtet.

Tallinn

Dieser dicke Turm ist die „Dicke Margarethe“ und er ist breiter als hoch, nämlich 20m hoch und 25m breit. Zusammen mit dem großen Stadttor und den 5,5m dicken Mauern sollte es Schutz vor Angriffen vom Finnischen Meerbusen aus bieten.

Tallinn

Nachts ist der Turm der Olaikirche sehr schön beleuchtet.

Tallinn

Vor dem Eingang am Viru-Tor kann man spät Nachts noch Blumen für seine Liebsten kaufen.

Tallinn

 

Jetzt aber ab in die Heia 🙂

02.08.13 – Viel zu entdecken in der Neustadt von Riga

Heute werden Eisigel und ich uns die Neustadt von Riga anschauen :-). Nicht weit von unserem Hotel liegt die Alberta Iela, die wohl berühmteste Straße von Riga. Hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus wenn man die tollen Jugendstilbauten bewundert, denn Riga gehört zu den bedeutendsten Jugendstilstädten Europas. Mehr als 800 Häuser sind von diesem Baustil geprägt.

Dank meines Teleobjektives konnte ich einige der tollen Motive an den Hauswänden ganz gut einfangen :-).

Riga Riga Riga Riga Riga
Riga Riga Diese Gebäude finde ich wirklich toll. Wenn man sich mal direkt vor das Haus stellt und die Fassade genauer betrachtet, merkt man, dass hier wirklich gute Handwerkskunst am werkeln war. Das wird auch in vielen Jahren noch toll aussehen.
Riga Riga Ein Haus mit Löwen an der Fassade und auch auf dem Dach :-).
Riga Riga Riga Brüüülllll :-).
Riga Etliche Jugendstilhäuser in der Stadt werden gerade noch renoviert und werden sicher nächstes Jahr fertig, wenn Riga Kulturhauptstadt Europas ist – also unbedingt mal vorbeischauen :-).
Jenseits des Stadtkanals beginnt die Neustadt. Um den hübschen Kanal, auf dem man auch Boot fahren kann, ist eine wirklich schöne und große Parkanlage angelegt worden.
Riga im Park RigaRiga

In der Nähe des Freiheitsdenkmals findet man diese nette Uhr und gleich Gegenüber an der Straße das dazu passende Geschäft um sich reichlich mit Schoki und anderen Süßigkeiten einzudecken. Laima ist der bekannteste Süßwarenproduzent in Lettland.

Riga

Das Freiheitsdenkmal wurde gerade schön rausgeputzt. Das gut 43 m hohe Denkmal ist wohl das Bekannteste in Lettland und wurde in den 1930er Jahren errichtet und steht für die errungene Freiheit Lettlands. Die Freiheitsfigur Milda hält 3 Sterne in ihren ausgestreckten Armen, die für die drei kulturhistorischen Regionen Lettlands stehen.
Riga

Weiter geht’s durch den Park in Richtung Nationaloper.

RigaRiga

Am Rande der Parkanlage Esplanade ragt die sehr hübsch anzusehende orthodoxe Christi-Geburt-Kathedrale. Fünf mächtige und teilvergoldete Kuppeln lassen das Gebäude wirklich pompös erscheinen.

RigaRiga

Weiter geht’s der Baznicas Iela entlang in Richtung St. Gertrude’s Kirche. Unterwegs sind wir an einem sehr gemütlich ausschauendem Restaurant mit hübschen „Biergarten“ vorbeigekommen. Da mussten wir unbedingt eine kleine Mittagspause machen und nen Happen essen :-).

Mittag RigaRiga

Mit vollem Bauch ging es weiter den Stadtgürtel um die Neustadt zu erkunden. Neben den vielen Jugendstilbauten …

Riga

… gibt es auch noch diese alten Holzhäuser in der Miera Iela anzuschauen.

Riga

Da uns vom vielen rumlaufen schon die Tatzen weh taten, setzten wir uns einfach in den Bus und fuhren wieder in Richtung Fluß über die Schrägseilbrücke zur Halbinsel Kipsala.

Riga

Wenn nicht so ein frösteliger Wind geweht hätte, hätten wir am Rigaer Stadtstrand gemütlich die Tatzen ins Wasser hängen können.

Riga

Riga

Entlang der Kopfsteinpflasterstraße Balasta dambis schlenderten wir an den schönen alten Holzhäusern entlang und genossen die Aussicht auf das schöne Riga.

Riga

Riga

Bevor es wieder zurück in die Altstadt geht nutzten wir die Gelegenheit und überfielen ein kleines Shopping-Center und kamen beladen mit Tüten wieder heraus :-). Ja, in Riga kann man toll shoppen gehen!

Zum Abendbrot waren wir dann doch etwas unschlüssig und landeten im gleichen Restaurant wir zum Mittagessen.

Abendessen

Am letzten Abend schlenderten wir gemütlich bis zum Dunkelwerden durch die Straßen und Gassen dieser tollen Stadt :-). Irgendwann müssen wir auf jeden Fall noch mal hierher kommen.

Riga

01.08.13 – Ein einfach herrlicher Tag im schönen Riga

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel, war die erste Aufgabe für heute: Klamotten kaufen. Da unser Koffer immer noch vermisst war, fuhren wir nach dem Frühstück in die Innenstadt zum Shoppen. Vollbepackt mit Tüten fuhren wir kurz darauf wieder zurück ins Hotel. Jetzt konnte der Tag starten.

Auf Höhe des Nationaltheaters stiegen wir aus und machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Das Herz von Riga ist Vecriga – die Altstadt von Riga. Wegen der herausragenden hanseatischen Architektur wurde sie in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Über die Turmstraße (Torna Iela) schlenderten wir auf den Pulverturm zu. Dies ist einer der ehemaligen Befestigungstürme der Festung von Riga und wurde um 1330 erbaut. Im 17. Jahrhundert wurde hier Schießpulver gelagert, heute beherbergt er das Kriegsmuseum.
Riga

Gleich ums Eck steht dieses Haus mit einer sehr Interessanten Fassade.

Riga

Riga

Unser Stadtrundgang führt uns zum Livenplatz (Livu Laukums). Dieses grüne Idyll in der Altstadt wurde 1974 angelegt und ist von zahlreichen Gildehäusern umgeben.  Viele kleine Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein.

Riga

RigaAm Rand des Platzes steht das Katzenhaus (Kaku nams), weil oben auf dem Dach eine lustig-drein-schauende Katze nach unten grinst :-). Ein verärgerter Kaufman lies nach Ausschluss aus der Gilde die Katze auf dem Dach platzieren, die damals noch den Hintern in Richtung der Gildehäuser zeigte. Einer Legende zu Folge musste die Katze nach einem Gerichtsentscheid umgedreht werden.

Riga

An der Kalku Iela befindet sich dieser nette kleine Künstlermarkt.

Riga

Diese künstlerische Gebilde symbolisiert einen Weihnachtsbaum in Erinnerung an den womöglich ersten Weihnachtsbaum der Welt. Der Legende nach haben im Dezember 1510 einige Männer aus einer Rigaer Bruderschaft Feierlichkeiten zur Wintersonnenwende geplant. Dazu holten sie aus einem nahe liegendem Wald eine sehr große und schöne Tanne, die sie zum Fest zur Sonnenwende verbrennen wollten. Da die Männer nun aber aufgrund der Gräße der Tanne befürchteten, dass das Feuer auf die umliegenden Häuser übergreifen könnte, blieb die Tanne erst einmal stehen. Kinder kamen nun auf die Idee den Baum mit Nüssen, Äpfeln, Kränzen und Bändern zu schmücken. So war der angeblich erste Weihnachtsbaum entstanden.

Riga Weihnachtsbaum

Nun sind wir am Rathausplatz (Ratslaukums) angekommen. Das berühmteste Gebäude ist aber nicht das Rathaus selbst, sondern das gegenüberliegende Schwarzhäupterhaus (Melngalvju nams). Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut und gehörte der Gilde der unverheirateten Kaufleute. Im zweiten Weltkrieg wurde es leider fast vollkommen zerstört und erst nach dem Ende der Sowjetunion wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. 1999 konnte die Kopie des Original mit seiner niederländischen Renaissancefassade und den tollen Wandgemälden fertiggestellt werden.

RigaDas Rathaus wurde im 2. Weltkrieg ebenso sehr stark beschädigt. Der Neuaufbau wurde erst 2003 fertiggestellt. Im Gegensatz zum Schwarzhäupterhaus wurde es nicht originalgetreu wiederaufgebaut, sondern mit modernen Architekturelementen ergänzt.

Rathaus

Im Hintergrund sieht man schon die St. Petri Kirche.

Riga

Unser neuer Mitreisender will auch gleich ins Bild :-).

Riga

Juhu, die Wolken vor der Sonne sind weg :-). Im Sonnenschein ist die detailreiche Fassade des Schwarzhäupterhauses noch beeindruckender.

Riga

Die St. Petri Kirche hat nicht ganz ins Bild gepasst ;-). Der imposante Sakralbau ist das höchste Bauwerk der Altstadt und gehört zu einer Reihe von vielen beeindruckenden Backsteinbauten in Riga. 1209 wurde die Kirche aber erst einmal nur aus Holz errichtet und später als Steinkirche neu errichtet.

Riga Kirche

Der auffällige Turm der St. Petri Kirche bringt Kirchenbesucher mit einem Aufzug auf eine Aussichtsplattform in 71m Höhe und bietet einen wunderbaren Rundblick über die Stadt. Hinter der Kirche steht ein Denkmal an die Bremer Stadtmusikanten, ein Geschenk der Partnerstadt Bremen.

Riga

An den vielen kleinen Touristenständen kann man sich gut mit Krimskrams eindecken.

Riga

Riga

Hier stehen wir vor der Domkathedrale am Domplatz (Doma laukums), dem größten Platz der Altstadt mit vielen Restaurants zum draussen sitzen. 1211 wurde mit dem Bau des Rigaer Dom begonnen. Seitdem wurde er mehrmals umgebaut, so dass er architektonische Stile verschiedener Epochen aufweist.

Riga

In der Maza Pils Iela stehen ‚Die Drei Brüder‘ (Tris Brali), ein Ensemble von drei Wohnhäusern aus jeweils unterschiedlichen Jahrhunderten. Das älteste Haus wurde (das weiße Haus) wurde ins 15. Jahrhundert datiert, womit es auch das älteste Wohnhaus Riga ist. Der mittlere Bruder ist das prächtigste Haus und stammt aus dem Jahr 1646. Der grüne Bruder wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut.

Riga

Nun verlassen wir für heute die schöne Altstadt und fuhren mit der Tram zum Zentralmarkt (Centrältirgus) hinter dem Bahnhof – ins Viertel „Moskauer Vorstadt“. Er ist einer der größten und ältesten Märkte Europas und besteht aus fünf Pavillons in ehemaligen Zeppelin-Hangaren. Der größte Marktkomplex des Baltikums hat auch außerhalb der Hallen einiges zu bieten. Unzählige Obst-, Gemüse- und Blumenverkäufer bieten ihre Waren an. Bei einem plötzlich einsetzenden Wolkenbruch versteckten wir uns schnell unter einem der vielen Schirme.

Zentralmarkt

Unweit des Zentralmarktes hat sich das Speicherviertel (Spikeru kvartals) als dynamischer Ort der Rigaer Kunst- und Kulturszene entwickelt. Auf dem Weg zur Straßenbahn wurde wir schon wieder nass – das wars dann aber für heute mit dem Regen. Wir setzten uns in die Tram um etwas durch die Gegend zu fahren und die Tatzen auszuruhen.

Riga

 

Unterwegs Richtung Nord-osten fuhren wir durch Wohn- und Industriegebiete außerhalb des touristischen Rigas. So sieht man mal, wo und wie eigentlich die Einheimischen wohnen. Gegen Ende der Tramlinie kamen wir an einem großen Shopping-Center vorbei wo wir kurzerhand entschlossen auszusteigen. Jetzt war auch eine gute Zeit für ein kleines Picknick. Wir machten es uns in der Sonne gemütlich und verspeisten die im Zentralmarkt erstandenen Gewürzgurken mit heimischen Brothörnchen.

Riga

 

Nach einer kurzen Shoppingrunde und einem Zwischenstopp im Hotel entschlossen wir uns im nahegelegene Restaurant „The Flying Frog“ gemütlich zu Abend zu essen.

Abendessen Riga

Nachtisch gabs natürlich auch :-).

Nachtisch

Bevor es zurück ins Hotel ging, spazierten wir durch die Alberta Iela und der Elizabetes Iela vor zum Hafen, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen. In netten kleinen Cafés und Restaurants kann man hier den Tag ausklingen lassen.