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02.04.14 – Tempel, Bambus und der rote Schrein :-)

Bei herrlichstem Sonnenschein starteten wir heute mit einer geführten Tour am Vormittag. Gegen 8:30 Uhr wurden wir in einer Gruppe von rund 20 Personen von unserem Guide abgeholt. Die Tour führt uns in den nord-westlichen Teil der Kaiserstadt Kyoto, in den Bezirk Arashiyama. Hier besichtigen wir zwei von unzähligen Tempeln 😉 und den weit über Kyoto hinaus bekannten Bambuspfad. Am Bahnhof bekamen wir vom Guide unsere Bahntickets und dann fuhren wir im morgendlichen Berufsgedränge mit der JR-Linie zur Saga-Arashiyama-Station. Von der Bahnstation ging es zu weiter zum Katsura Fluss und dieser mächtigen Holzbrücke – die Togetsu-kyo-Brücke. Vor weit über 1000 Jahren haben sich in dieser schönen naturnahen Gegend schon der Adel und die die es sich leisten konnte, nieder gelassen. Auf dem Weg zum Tenryu-ji Tempel kamen wir bereits an diesen interessanten Gestalten vorbei. Und da sind wir auch schon im Tenryu-Tempel, der bereits im Jahr 1339 vom ersten Shogun der Muromachi-Zeit gegründet wurde. Das Interessante an dem Tempel ist der eigentliche Tempelgarten. Der Garten hinter der Eingangshalle gehört zu den Ältesten in Japan und bewahrt bis …

01.04.14 – Kirschblüten in Kyoto

Bimmellimm 🙂 – 5:30 Uhr klingelte der Wecker *gähn*. Ja, die Mönche stehen früh auf und so müssen auch wir  früh aufstehen, denn um 6 Uhr ist die Morgenandacht. Also schnell raus aus dem Zimmer und im modernen Waschraum frisch machen :-). Dann ganz schnell in die Klamotten schlüpfen und zum Tempel laufen. Die Hausschuhe werden vor der Tür abgestellt und dann kann man den etwas düsteren aber sehr schön gestalteten Innenraum betreten. Die Mönche sitzen schon auf Ihren Plätzen und dann geht es pünktlich um 6 Uhr los. Räucherstäbchen verbreiten einen süßen Duft und die Mönche beten abwechselnd für uns Europäer leider nicht verständliche Texte. Aber es ist ein schönes wohlklingendes „Gemurmel“ :-). Wirklich interessant und schön, dass man ein mal an so einer Zeremonie teilnehmen darf. Für die Besucher des Tempels sind zahlreiche Stühle aufgestellt, so dass jeder einen Platz findet. Nach etwa einer dreiviertel Stunde ist die Andacht vorbei und dann hat man kurz die Gelegenheit den Tempel näher anzuschauen. Die Morgenandacht ist übrigens die einzige Möglichkeit für die Besucher den Tempel von …

29.03.14 – Das mystische Gokanosho

Unsere erste Nacht in einer japanischen Unterkunft war vorüber und sehr erholsam :-). Nach dem tollen Abendessen gestern, ging es heute mit dem Frühstück ähnlich beeindruckend weiter. Neben den Köstlichkeiten die bereits am Tisch auf uns warteten, gab es auch eine große Auswahl am „Buffet“. Im Innenhof des Ryokan plätschert frisches Wasser vor sich hin. Am Vormittag wurden wir von unserem Guide Schingo am Ryokan abgeholt. Heute geht die Fahrt in das zentrale Hochland von Kyushu. Ein Ausflug in diese wunderschöne Gegend, die vom Tourismus „zum Glück“ noch nicht überrannt wird, ist immer noch ein Geheimtipp. Den Namen Gokanosho findet man auf keiner Landkarte, er bezeichnet eher das Gebiet bzw. den Rückzugsort, in dem sich vor langer Zeit ein Samurai Clan niederließ und versteckte. Wörtlich übersetzt bedeutet er „Ort der 5 Familien“. Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund: Im 11. und 12. Jahrhundert gehörte der Heike Clan mit zu den mächtigsten Familien in Japan. Sie waren kultiviert, in die kaiserliche Familie eingeheiratet und hatten ein sehr hohes Ansehen. Natürlich war die Rivalität zwischen den Clans um Macht und Anerkennung sehr groß …