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27.07.15 – Tolle Aussichten in Cluj

Nachdem wir in den letzten Tagen viele Kilometer mit dem Auto zurückgelegt hatten, steht heute mal wieder eine ausgedehnte Stadttour zu Fuß auf dem Plan :-). Gut gestärkt machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg die zweitgrößte Stadt Rumäniens zu erkunden.

Cluj mit seinen rund 325 000 Einwohnern ist im Deutschen unter dem Namen Klausenburg besser bekannt. Daneben trägt die Stadt noch den ungarischen Namen Kolozsvar und den offiziellen Namen Cluj-Napoca. Der Zusatz Napoca wurde 1974 durch Ceausescu hinzugefügt und verweist auf die dako-römische Vergangenheit der Stadt. Denn im Jahr 130 nach Christus existierte hier bereits die römische Siedlung Napuca.

Der Name Cluj tauchte erstmals im 12. Jahrhundert auf. Durch die deutsche Besiedlung des Tales im 13. Jahrhundert begann der Aufstieg der Stadt, wodurch auch der deutsche Name Klausenburg entstand.

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Wir begannen unserer Tour östlich der Innenstadt. Oben im Bild stehen wir am Fuß des Nationaltheaters und blicken auf die orthodoxe Kathedrale am Avram Iancu Platz. Die noch junge Kathedrale aus dem Jahr 1933 ist auch im Inneren sehr hübsch anzusehen. Allerdings ist die Konstruktion wohl doch nicht so stabil, denn die große Kuppel wird durch eine große Stahlkonstruktion gestützt.

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Von der Kathedrale blicken wir noch einmal auf das Nationaltheater mit seiner schönen, gelb-weißen spätgotischen Fassade aus dem Jahr 1906, erbaut von zwei Wiener Architekten.

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Als nächstes machten wir uns auf den Weg, die Stadt von „Oben“ zu überblicken. Dafür ging es im Norden der Stadt auf einen 405 m hohen Hügel, auf dem im 18. und 19. Jahrhundert noch eine Burg stand. Heute steht hier ein Hotel, das von einem großen Park umgeben ist.

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Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die im Somes-Tal gelegene Stadt.

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Wir folgten den Treppenstufen hinab, überquerten den Somesul und suchten im Stadtpark Schatten und ein kühles Getränk, denn auch heute war es wieder drückend heiß.

Wieder bei Kräften schlenderten wir, vorbei an einigen Gebäuden der medizinischen Fakultät der Universität,  zurück in den Innenstadtbereich. Die in den 1960er Jahren zur Babes-Bolyai-Universität verschmolzen Bildungseinrichtung zählt mit rund 50.000 Studenten zur zweitgrößten Universität Rumäniens und wurde bereits 1872 gegründet. Die Universität bietet neben Medizin noch zahlreiche weitere Studiengänge – u.a. Höhlenforschung – an; viele auch in deutscher Sprache. Die vielen Studenten prägen das Stadtbild und das Flair der Stadt enorm. So gibt es viele kleine Bars und Cafés und auch mit Englisch kommt man deshalb in dieser Stadt gut zurecht.

Südlich des Zentrums befinden sich noch einige Fragmente der alten Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert. Wie in anderen Siebenbürgischen Städten wurden die Mauern durch Bastionstürme verstärkt, die unterschiedlichen Zünften zugeordnet waren.

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Unweit der Stadtmauern befindet sich auch schon der zentrale Platz der Stadt – der Piata Unirii (Einheitsplatz). Auf dem weitläufigen Platz steht neben der St. Michaelis Kirche auch das Reiterstandbild von Matthias Corvinius, einem ungarischen König der in Cluj geboren wurde.

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Mit dem Bau der Kirche wurde im 14. Jahrhundert begonnen. Der heutige Glockenturm wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet, nachdem der ursprünglich Turm einem Erdbeben zum Opfer viel. An bestimmten Tagen im Jahr ist es möglich den 80 m hohen Turm zu erklimmen. Obwohl heute nicht so ein Tag war, konnte einer unser Reisebegleiter den netten Mitarbeiter der Kirche überreden, den Turm für uns zu öffnen. So hatten wir die Möglichkeit exklusiv den Turm zu besichtigen :-).

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Über gaaanz viele Holztreppen und Leitern kamen wir oben im Glockenturm an.

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Auch hier wieder eine tolle Aussicht :-).

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Im unteren Bild sieht man den grünen Hügel mit dem Hotel, von dem wir am Vormittag die Aussicht genossen hatten.

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Nachdem wir uns in Ruhe umgesehen hatten ging es die vielen Stufen wieder herunter. Es ist auch mal sehr interessant zu sehen, was in so einem Turm alles zwischengelagert wird …

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Puuuhh, gut wieder unten angekommen :-).

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Einen Steinwurf von der Kirche entfernt befindet sich der Museumsplatz mit vielen Cafés und Restaurants. Unter den Bäumen machten wir es uns kurz gemütlich und warteten einen kleinen Regenschauer ab.

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Nach einem kleinen Rundgang um den Museumsplatz beschlossen wir zum Abschluss des Tages noch den botanischen Garten im Süden der Stadt zu besuchen.

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Der im Jahr 1921 vom Botaniker Alexandru Borza gegründete Garten gehört zu den Highlights der Stadt. Auf etwa 15 ha wird eine Pflanzensammlung von mehr als zehntausend Arten präsentiert. Kurz hinter dem Eingang befindet sich der japanische Garten mit einem kleinen See und einem kleinen Holzhaus im japanischem Stil.

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Sehenswert sind auch die tropischen Gewächshäuser mit einem tollen Lotusteich …

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… und vielen weiteren tropischen Pflanzen.

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Der Park ist in jedem Fall etwas für Fotografen die es lieben Blümchen zu fotografieren :-). Hier eine kleine Auswahl …

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Am Eingang befindet sich der große Rosengarten, in dem über 600 Sorten zu bestaunen sind. Echt etwas fürs Auge und es duftet herrlich.

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Diesen langen Tag ließen wir in einem tollen Lokal in der Nähe der Universität gemütlich ausklingen … obligatorisch die Zitronenlimo :-).

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26.07.15 – Bunte Holzkirchen auf dem Weg nach Cluj

Vom Norden Rumäniens fahren wir heute zum letzten Ziel unserer Reise durch Rumänien – Cluj oder auch Klausenburg in Siebenbürgen. Vor uns lagen satte 230 km – das kann also etwas dauern ;-). Daher machten wir uns früh am Morgen auf Achse. Unterwegs durch die schöne grüne Landschaft wollten wir uns aber die ein oder andere Holzkirche genauer anschauen.

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Das ein oder andere Holztor am Weg war auch immer wieder einen Halt wert.

IMG_0836Hinter diesem schönen Holztor unten im Bild befindet sich die Holzkirche von Budesti – ein UNESCO Weltkulturerbe aus dem Jahr 1643.

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Bis auf die Vergrößerung der Fenster im 20. Jahrhundert und ein paar Kleinigkeiten im Innenraum befindet sich der Eichenholzbau noch im Originalzustand.

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Auch hier war die Kirche zunächst verschlossen, aber ein kurzer Anruf und eine viertel Stunde später und schon konnten wir eintreten. Die Malereien an den Wänden stammen aus dem Jahr 1762. Im Jahr 1832 wurde dann auch noch die Decke im Kirchenschiff bemalt.

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Sehr hübsch anzusehen sind auch die vielen Stickereien und bunten Teppiche am Boden, die den Innenraum richtig gemütlich wirken lassen.

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Noch ein Blick von außen auf die schöne Holzkirche und weiter geht die Fahrt in Richtung Surdesti.

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Denn hier steht mit der Holzkirche zu Surdesti der höchste Eichenholzbau der Welt, der Zugleich auch UNESCO Weltkulturerbe ist.

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Erbaut wurde die Kirche im Jahr 1721. Die Kirche an sich ist 72 Meter hoch, wovon allein der  Kirchenturm 54 Meter misst. Auch hier gibt es im Innenraum viele alte Malerein und schöne bestickte Tücher. Die barocke Ikonenwand hinter dem Altar stammt aus dem Jahr 1787.

IMG_2967Die doppelte Dachtraufe ist typisch für den Baustil größerer Kirchen im Gebiet der Maramuresch.

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Damit endet das Kirchen angucken 😉 und wir fahren durch bis nach Cluj. Hier haben wir vorab schon ein Hotel gebucht und wie man sieht mit toller Aussicht auf die Innenstadt :-).

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Nach der langen Fahrt schlenderten wir in Richtung Innenstadt um die Beine zu vertreten. Ein leckeres Abendessen mit z.B. hausgemachter Vinete – dem traditionellen Auberginen-Aufstrich gab es natürlich auch.

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Super cremige Kürbislasagne

Ein cremiger Traum aus Kürbispüree, Käsesauce zusammen mit geröstetem Kürbis, Äpfeln und Salbei  kommt heute auf den Teller :-). Wer diese Lasagne nicht selbst probiert, hat wirklich etwas verpasst.

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Zutaten für eine Auflaufform:

  • 1,5 kg süßer fruchtiger Kürbis, entkernt und geviertelt (z.B. Kabocha, Zuckerkürbis, Hokkaido, Gorgonzola ..)
  • Olivenöl
  • Salz / Pfeffer
  • 1 großes Ei
  • 110 g Frischkäse
  • 6 Tl Butter
  • 2 Tl Ahornsirup
  • 1/4 Tl Zimt
  • 1/4 Tl frisch geriebener Muskatnuss
  • 2 Äpfel, z.B. Golden Delicious, geschält, entkernt und gewürfelt
  • 15 – 20 g Salbei, grob gehackt
  • 15 Lasagne-Blätter, die nicht vorgekocht werden müssen
  • 2 Tl Knoblauch, frisch gehackt
  • 2 Tl Mehl
  • 470 ml Vollmilch
  • 330 g Käse, z.B. Greyerzer oder Bergkäse oder Appenzeller, grob gerieben

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Zu Beginn gleich den Ofen auf 160°C vorheizen. 3/4 des Kürbis kommt auf ein Backblech und wird mit Olivenöl sowie Salz und Pfeffer eingerieben. Das Ganze wird dann ca. 45 Minuten im Ofen weich geröstet. Wenn sich der Kürbis wie weiche Butter schneiden lässt, kann man ihn herausnehmen und auskühlen lassen. Die Lasagne-Blätter anschließend in ein kaltes Wasserbad legen.Kürbis

Während der Kürbis im Ofen schmort kann man schon einmal die restlichen Zutaten schnipseln. In einer großen Pfanne 2 Tl Butter erhitzen und die Kürbis- und Apfelstücken rund 10 Minuten gut anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und den gehackten Salbei unterrühren. Vom Herd nehmen und Beiseite stellen.  Gemüsepfanne

Wenn der Kürbis aus dem Ofen lauwarm abgekühlt ist, kann das Kürbispüree zubereitet werden. Am Besten eignet sich dafür eine Küchenmaschine, es tut aber auch ein Stabmixer. Das Kürbisfleisch kommt zusammen mit dem Ei, dem Frischkäse, 2 Tl Butter, dem Ahornsirup, Zimt und dem geriebenen Muskatnuss in den Mixer. Alles gut vermengen lassen, bis eine leckere cremige Masse entstanden ist.

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Wenn sich die Lasagne-Blätter mit Wasser vollgesogen haben, kann man sie nebeneinander auf einem Küchentuch platzieren. Nun wird die Käsesauce vorbereitet.

Die Knoblauchwürfel in 2 Tl Butter in einem kleinen Topf braun anrösten. Das Mehl hinzufügen und ca. 2 Minuten weiter rühren, bis die Masse leicht braun wird. Jetzt nach und nach immer wieder etwas Milch hinzugießen und in die Mehlmasse einrühren, bis diese schön glatt ist. Das Ganze sollte leicht köcheln. Weiter machen bis die restliche Milch aufgebraucht ist. Zum Schluss noch einmal gut aufkochen lassen und anschließend vom Herd nehmen.

Jetzt mit einem Schneebesen 2/3 des geriebenen Käses unterrühren. Sollte die Masse klumpen, am besten mit einem Stabmixer nachhelfen.

Sauce

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Nun sind alle Zutaten bereit für die Lasagne :-).

  • Den Boden der eingefetteten Auflaufform mit 1/6 der Käsesauce beträufeln und 3 Lasagne-Blätter darüber legen.
  • 1/5 des Kürbispürees auf den Blättern verteilen.
  • 1/4 der Kürbis-Apfel-Würfel auf die Blätter geben und mit weiteren 1/6 Käsesauce beträufeln.

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  • So weiter machen bis die Kürbis-Apfelwürfel aufgebraucht sind und die letzte Schicht Lasagne-Blätter obendrauf gelegt werden.

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  • Das restliche Kürbispüree auf den Blättern verteilen und den restlichen geriebenen Käse darüber streuen. Mit der restlichen Käsesauce beträufeln.

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Die Lasagne mit Alufolie abdecken auf der mittleren Schiene im Ofen 20 Minuten backen. Die Alufolie entfernen und weitere 15-20  Minuten goldbraun werden lassen.

Wenn die gewünschte Bräune erreicht ist, die Lasagne aus dem Ofen holen und 5 Minuten stehen lassen. IMG_3808Nach Belieben in Stückchen teilen und servieren :-).
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Rezept: Entdeckt auf Serious Eats